18. Dezember 2015 um 12:00 Uhr, 2 Kommentare

282’273 Wörter, 1’000 Posts

Der Meilenstein ist erreicht. Happy Millogium! millogium Der Grund für mein Fest ist – ganz genau, ihr habt richtig geraten – natürlich Nicolin Pfisters Geburtstag! Happy Biiirthdaaaayyyyyyyyy, Nicolin!!!

Zugegeben, das ist eigentlich einfach nur ein Zufall. Der wahre Grund ist natürlich mein tausendster Blogbeitrag. (Dieser hier) Das habe ich letzten Samstag ja angekündigt. Ein wirklich grosser Meilenstein. Zeit für ein richtiges, aber auch nicht zu ausführliches Resumé.

Ich habe insgesamt 1.7 Millionen Zeichen geschrieben. Das sind fast 1’200 Buchseiten. Der durchschnittliche Post ist also mehr als eine Buchseite lang. Das überrascht mich nicht: Ich schaffe es selten, mich kurz zu fassen. Auch nicht überraschend ist, dass ich dieses Jahr so viele Beiträge wie noch nie geschrieben habe. Schliesslich poste ich ja seit Februar jeden Werktag. Somit kommt ein viertel aller Beiträge alleine von diesem Jahr.

Laut der Google-Statistik (seit 2008) ist mit 1’266 Aufrufen der Beitrag über das rote Fringe Intro der beliebteste. Da ich mindestens einmal pro Woche sehe, dass er aufgerufen wurde, ist auch das keine Überraschung. Am aller häufigsten wird mit 21.63% die Startseite aufgerufen. Wer hätte das gedacht? Etwa 60% dieser Besucher verlassen die Website dann auch sofort wieder. Und wenn wir gleich bei langweiligen Zahlen sind: Die durchschnittliche Besuchszeit ist 3.5 Minuten. Mehr als ich erwartet hätte.

Ich bin wirklich stolz auf das, was ich hier geschafft und erschaffen habe. Unabhängig davon, ob es jemand liest und unabhängig von der Qualität meiner Beiträge. Ich habe 2006 mit etwas angefangen und nie (wirklich) damit aufgehört. Damals war ich eine ganz andere Person als heute. Sehr schüchtern, unsicher und irgendwie verbittert. Die Beiträge handelten oft von spirituellen Ansichten, anderen philosophischen Fragen oder von meinem ach-so-bösen Umfeld.

Gerade habe ich einige wirklich traurige Artikel gelesen. Es hat mich echt total berührt, wie schlecht es mir damals gegangen sein muss. Ich konnte mich sogar noch an Gewisses erinnern. Aber damit identifizieren konnte ich mich nicht mehr. Zum Glück. In diesen fast 10 Jahren bin ich vom ängstlichen, traurigen und seltsamen Jungen zu einem zufriedenen, fröhlichen und immer noch seltsamen Mann geworden. Diese Veränderung ist sehr schleichend passiert und ich habe nie gemerkt, dass sich etwas verändert. Zu jedem Zeitpunkt meines Lebens hätte ich geschworen, so wie «jetzt» für immer zu bleiben. Retrospektiv bin ich froh, dass ich zu keinem Zeitpunkt recht damit hatte.

Ich bedanke mich in allererster Linie bei meinem Umfeld. Die, die mich schlecht behandelten, bin ich los geworden. Die anderen habe ich entweder erzogen oder wurde von ihnen erzogen. Und dann sind so viele wunderbare Menschen in mein Leben getreten. Menschen die mich mögen, die sich für mich interessieren, die mich pushen. Dazu gehören übrigens auch alle meine Blogleser. Ich gehöre nicht zu den weltberühmten Bloggern die tausende Leser haben. Aber ich weiss, dass ich mehr habe, als ich merke und immer häufiger werde ich auf meine Beiträge angesprochen, manchmal sogar dafür gelobt. Es gibt nichts schöneres als für etwas gelobt zu werden, das man liebt.

Doch obwohl mein Umfeld grandios ist und täglich grandioser wird, muss ich auch noch jemand anderem danken: Meinem alten Ich. Es gibt Tage, da geht mir das Leben unglaublich einfach von der Hand. Da läuft alles super, ich bin fröhlich und fühle mich auf dem richtigen Weg. An solchen Tagen vergesse ich fast, dass das auch mal anders war. Ich werde meinem alten Ich niemals dafür danken können, dass es sich immer treu geblieben ist. Auch wenn treu bleiben mit sehr vielen Veränderungen einherging.

Auf eintausend weitere Beiträge.

Pfoffie

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