12. Juli 2016 um 12:00 Uhr

Game-Review: Mirror’s Edge Catalyst

Da drüber, hier drunter und dann ein Sturz in den Todmirrorsedge

Eigentlich hätte ich No Man’s Sky testen wollen, aber das wurde ja verschoben. Etwas zögerlich entschied ich mich dann für Uncharted 4, obwohl ich da eigentlich noch mitten in Teil zwei bin. Wie aus dem Nichts wurde dann aber Mirror’s Edge Catalyst veröffentlicht und ich wusste: Das ist mein Spiel!

Bereits 2007 spielte ich das erste Mirror’s Edge. Ich hatte so auf dieses Game gefiebert. Damals war ich total im Parkour-Hype und freute mich, endlich selbst sowas zu machen … wenn auch nur digital. Und Mirror’s Edge hielt, was es versprach. Es war flüssig, ästhetisch, die Musik grossartig und das komplette Artwork wunderschön. Da war auch irgendeine überraschend interessante Story über die Protagonistin Faith. Leider kann ich mich an die Story aber nicht mehr erinnern.

Und nun haben wir Mirror’s Edge Catalyst. Den Nachfolger eines grossartigen Spiels, an dessen Story ich mich nicht mehr erinnern kann. Das sind ganz schwierige Voraussetzungen. Eine Sache haben sie aber schon gut gemacht: Die Story ist – wenn auch mit gleichen Charakteren – total eigenständig und man braucht sich nicht wirklich zu erinnern oder den Vorgänger überhaupt gespielt zu haben. Netterweise haben sie dieses Mal tolle technologische Erklärungen für die On-Screen-Hilfen. Ich liebe das. Ansonsten hat mich die Story nicht sehr aus den Socken gehauen.

Die Steuerung ist sehr gut gelungen. Die alte Steuerung war etwas problematisch und verwirrend. Jetzt nicht mehr. Neu ist die Welt fast komplett frei begehbar. Das war ebenfalls eine sehr gute Entscheidung. Dieses Herumgehopse macht total Spass und man will nicht immer in einer Mission sein während man es tut. Vor allem wenn man mal wieder etwas neues gelernt hat.

Die Grafik ist zwar total in Ordnung, für einen Vollpreistitel aber einfach etwas enttäuschend. Das Gebäudedesign ist zwar ähnlich nett wie im ersten Teil, aber trotzdem fehlt einfach irgendwas. Mirror’s Edge von 2007 sah einfach irgendwie besser, fertiger und nach mehr Konzept aus. Vielleicht ist das aber einfach nur die Nostalgie. Es gibt jedoch auch einige, nette Details, die mir sehr gefielen: Zum Beispiel die Kartenansicht und dabei vor allem das hinein-herauszoomen. Oder der viel zu realistisch wirkende Todesfall nach einem Fehltritt.

Man kann also sagen, dass Mirror’s Edge Catalyst ein total ordentlicher Titel ist. Er macht Spass, gut zu steuern und man kann ihm höchstens vorwerfen, nicht so toll wie der Vorgänger zu sein. Wer den Vorgänger also nicht kennt und bock drauf hat, auf Dächern herumzuhopsen: Go get it!

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