21. Juni 2016 um 12:00 Uhr

Reaktionen auf schlimme Dinge

In Orlando sind ja vor Kurzem so schlimme Dinge passiert, aber…schlimmedinge

Da hätten wir mal den Mord an jener Youtuberin/Musikerin. Ich hatte von ihr noch nie gehört, aber als Youtube-Konsument kriegte ich das natürlich mit. Dann die vielen Morde an den Gästen eines Gayclubs. Ich war noch nie in diesem Club und kannte keines der Opfer. Als Homosexueller kriegte ich das aber natürlich auch mit. Beides traf mich ziemlich überraschend und hart. Gestern schaute ich folgendes Video einer meiner liebsten Youtuberinnen, viHart:

Sie erzählt darin unter anderem, wie sie sich immer gewisse Sorgen gemacht hat, leicht paranoid war und sich einredete, dass sei alles gar nicht so. Und nun ist genau etwas passiert, dass man normalerweise als irrationale Angst abtut. Wie soll man damit umgehen?

Das hat in mir so viele weitere Gedanken ausgelöst. Warum treffen mich solche Geschichten mehr, als Kriegsopfer? Eigentlich sind mir diese Leute ja alle gleich fremd und die Verbindungen zu mir nur sehr lose. Und gleichzeitig die Frage, warum mich Dramen in der Schweiz, in Europa nicht mehr treffen. Müssten mir diese Menschen nicht näher sein?

Ich fühle mich hier so sicher. Doch was ist Sicherheit überhaupt? Alles ist sicher bis zum Zeitpunkt, wo es das nicht mehr ist. Im Juli werde ich nach Frankreich gehen und die einen sorgen sich nun wegen dem Terror um mich, während die anderen sagen, genau dort sei es deshalb nun sicher. Aber Sicherheit bedeutet nichts. Letztes Wochenende starb ein Schauspieler aus Star Trek bei einem vollkommen aus der Luft gegriffenen Unfall.

Stets und immer umgibt uns die Gefahr. Der Tod wartet unmittelbar hinter der nächsten Ecke. Sollte man sich also stets vorsehen, stets in Angst leben? Oder sollte man sich der Angst nicht ergeben und sein Leben so weiterleben, wie man es sich wünscht? Ich sage immer, wenn wir Angst vor dem Terror haben, lassen wir ihn gewinnen. Wenn wir uns aber vor gar nichts fürchten und einfach drauflosgehen, ergeben wir uns wiederum dem Schicksal und somit jeder Gefahr.

Was sollte man also tun? Wie immer ist wahrscheinlich ein Mittelweg die richtigste Entscheidung. Doch wie entscheidet man, wann man Angst haben sollte und wann nicht? Es ist ein Würfelspiel. Diese Erkenntnis zeigt wie wenig Einfluss wir in diesem unendlichen Universum überhaupt haben. Das wirkt auf mich wiederum sowohl schockierend als auch ermutigend.

Ich habe nichts als Fragen und kleinere Erkenntnisse. Aber keine Schlussfolgerungen, keine Antworten. Und das ist wohl das eigentliche Problem an der Sache.

Was meint ihr? Ich meine alles und nichts.

Nicht sehr aufschlussreich, ich weiss. Sorry.

Pfoffie

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