Vor kurzem habe ich einen TED-Talk über Konversationen gesehen und nun wünsche ich mir, dass er mein Leben verändert hat.interview

Ich liebe Kommunikation. Womöglich gibt es nun nette Blogleser die sagen: Das wissen wir, du hast ja einen Blog. Aber bloggen ist nicht unbedingt kommunizieren. Mit dem Bloggen verwirkliche ich vor allem meinen Mitteilungsdrang. Klar ist das Kommunikation, aber nur einseitige.

Viel lieber erfahre ich neue Dinge. Sei es nun aus Büchern, Videos, anderen Blogs oder direkt von Menschen. Das ist aber nicht immer einfach. Gerade bei einer Person wie mir, die stets irgendwas zu plappern hat. Da überrascht es mich nicht, dass gewisse meiner Freunde manchmal kaum etwas erzählen.

Im TED-Video erklärte die Journalistin Celeste Headlee mehrere Tipps zum besseren Gesprächeführen. Diese Tipps, so erzählte sie, hatte sie in ihrem Job gelernt. Und sie waren wirklich gut. Gerade letztes Wochenende habe ich einige davon ausprobiert. Auf ein paar davon möchte ich kurz eingehen.

Wirklich zuhören
Celeste sagt, man solle bei einem Gespräch wirklich zuhören. Sie zählt verschiedene Tipps auf, wie man den Eindruck erwecken kann, dass man zuhört. Nicken, Ja sagen, Augenkontakt. Aber diese Tipps soll man alle vergessen. Wenn man nämlich wirklich zuhört, muss man sich nicht darauf konzentrieren, so zu tun, als täte man es. Das gefällt mir sehr gut und ich glaube, das kann ich auch gut.

Etwas lernen wollen
Man ist nicht immer der gleichen Meinung wie andere und oft kann das ein Gespräch gleich im Keim ersticken. Man sollte jedes Gespräch mit der Intention führen vom Gegenüber etwas lernen zu können. Jeder weiss etwas, das man selber noch nicht weiss – ganz egal, wie sehr man mit der Einstellung dieser Person aneckt. Diese Einstellung finde ich super! So lässt man nämlich zu, dass man auch mal unrecht haben könnte.

Offene Fragen stellen
Das müsste eigentlich der logischste Punkt sein und es ist mir auch schon lange klar. Dennoch tue ich es so gut wie nie! Meistens stelle ich Fragen wie «bist du wütend?» oder «geht es dir gut?». Ich verpacke meine Annahme gleich in die Frage und stelle sie so, dass man mit Ja oder Nein antworten kann. Wie soll ein Gespräch nach «Nein.» weitergehen? Deshalb sollte man Fragen immer offen stellen. Wie geht es dir? Was machst du? Warum bist du wütend?

Das ganze Video könnt ihr hier (auf englisch leider) anschauen. Ich empfehle es sehr.

Nach dem Video dachte ich: Ich möchte das auch tun. Möchte mehr über andere erfahren, egal wie unwichtig es ihnen erscheint oder für die Welt vielleicht sogar ist. Und da kam mir die Idee, Interviews zu führen. Einfach irgendwelche Leute zu treffen und mit ihnen ein bisschen zu sprechen, etwas über sie zu erfahren. Das müsste nichts spektakuläres sein. Einfach irgendwas. Jeder hat doch etwas zu erzählen und von jedem kann man irgendwas neues erfahren.

Deshalb nun meine Frage an euch alle: Wer möchte von mir interviewt werden? Natürlich würde ich das alles dann im Blog ausschlachten! 🙂

Cheers,
Pfoffie

Beteilige dich an der Unterhaltung

5 Kommentare

  1. Pfoffie. Ich stehe Dir gerne Red und Antwort. Ist immer-oder meist – spannend, sich mit Dir zu unterhalten. Im Gegensatz zu Dir hab ich schon vieles im Gespräch mit Dir gelernt. 😃
    Dein Trainer in Sachen körperliche Fitness✌

  2. Du scheinst mir ein interessierter, junger Mensch zu sein, der immer etwas Neues erfahren möchte. Toll, Du könntest aber auch vieles von der älteren Generation lernen, deshalb, ich stehe Dir gerne Red‘ und Antwort! Ich werde übermorgen 73 Jahre alt!
    Tschüss, bis dann Heidi

  3. Also ich finde das eine ganz tolle Idee, obwohl ich nicht weiss ob ich mitmachen würde, weil mir vielleicht keine Antwort einfällt? Es ist ein bisschen so wie bei Humans of NY. Da stellt einer den Leuten eine Frage und was dabei rauskommt, ist grossartig. Ich lese gerne über andere Leute.

  4. Ich werde mich bei euch allen melden 🙂 Dann könnt ihr es euch nochmal überlegen hihi. Und wer noch will, ist herzlichst willkommen.

    Das Humans of … kenne ich und finde es auch mega cool

Schreib einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.