2. April 2014 um 13:49 Uhr

Game-Review: Beyond – Two Souls

Es ist super. Geht es spielen! (Wobei spielen das falsche Wort ist)

beyond

Zuerst wollte ich es in der ersten Zeile schreiben, aber die Titelzeile erschien mir passender: Mir war wichtig, dass meine Meinung zu «Beyond» von Anfang an klar ist. Vor allem weil es einige negative Punkte aufzuzählen gibt…

Man übernimmt die Rollen von Jodie und Aiden. Jodie ist ein Mädchen, geboren mit der Fähigkeit, die Welt der Toten zu sehen. Aiden ist ein Wesen aus dieser Welt und seit Jodies Geburt mit ihr verbunden. Je nach Situation steuert man entweder Jodie oder Aiden. Letzterer kann sich frei im Raum bewegen, Menschen und Gegenstände beeinflussen. Ein richtiger Poltergeist eben.

Als Spiel derselben Schmiede wie die höchstgelobten «Fahrenheit» und «Heavy Rain» war der Hype im Vorfeld natürlich riesig. Genau so riesig war aber dann auch die Enttäuschung der Spieler: Die nicht chronologische Reihenfolge der Geschichte fühle sich sehr willkürlich an und die meisten Entscheidungen würden die Geschichte, wenn überhaupt, nur in Details beeinflussen. Aiden sei sehr eingeschränkt, die Grenzen seiner Bewegung und Möglichkeiten der Interaktion variierten unverständlich stark. Die Grafik sei jedoch super!

Ich spielte «Beyond» ohne Erwartungen und all diese Punkte bestätigten sich. Aber ich spielte weiter, liess mich von der Story einsaugen. War berührt, schockiert, unterhalten, gespannt und dank der steten Interaktion immer mitten drin im Geschehen. Lässt man sich darauf ein, ist «Beyond: Two Souls» ein sehr intensives Erlebnis. Jodie führt kein fröhliches Leben mit ihrem unsichtbaren Freund. Das zeigt das Spiel immer wieder, ab und zu mit unerwarteter Härte.

Die Umsetzungen der Schauspieler, Ellen Page und Willem Dafoe in den Hauptrollen, ist sehr gut gelungen und die Emotionen der Charaktere werden meist sehr eindringlich vermittelt. Die Synchro klingt dabei aber leider nicht immer glaubhaft, darüber kann man jedoch hinweghören.

Alles in allem ist «Beyond» ein sehr gelungenes Spiel. Die Bezeichnung «Spiel» passt jedoch nur wenig. «Interaktiver Film» stuft es wiederum auf etwas herunter, das es nicht ist. Es ist ein Erlebnis. Ein intensives, interessantes Erlebnis, das realistisch ein fantastisches, aber hartes Leben simuliert.

«Beyond» ist übrigens das erste Spiel, das ich komplett durch hatte, bevor ich den Gametipp geschrieben habe! Und ich traue mich nicht, es noch einmal zu spielen, aus Angst, Jodies Schicksal negativ zu verändern. Mein Ende für sie gefällt mir.

Wünscht euch «Beyond: Two Souls» also unter den Christbaum. Spielt es aber nicht, erlebt es!

Beyond: Two Souls
Entwickler: Quantic Dream
Publisher: Sony Computer Entertainment
Plattformen: PS3
Altersfreigabe: USK 16, PEGI 16
www.beyond-two-souls.com

Diesen Artikel könnt ihr auch auf Regiolive.ch lesen!
noch mehr Gametipps auf Regiolive.ch!

Kommentar verfassen