14. Oktober 2009 um 13:09 Uhr, 1 Kommentar

Oben und andere 3D-Filme

Letztes Wochenende habe ich es nun auch geschafft und den neuen Disney-Pixar Film Oben / Up in 3D gesehen. Das fügt meinem 3D-Film-Repertoire eine weitere Perle hinzu. Somit habe ich nun recently zwei Horrorfilme und vier Animierte Kinderfilme in 3D gesehen. Diese sind: My Bloody Valentine, Final Destination, Fly me to the moon, Ice Age, Coraline und Oben. Da dachte ich, es wird mal Zeit, mit diesem ganzen 3D endlich mal abzurechnen.

Ich war und bin ja immer skeptisch, wenn es um 3D-Filme geht. Man könnte sich fragen warum, aber die Antwort ist eigentlich einfach: 3D-Filme haben im Normalfall folgende Attribute:

Aber darf ich ehrlich sein? Nach so fünfzehn Minuten hat man’s gesehen, wenn Kreissägen, Spitzhacken, Dinosaurier oder Fliegen-Babies aus der Kinoleinwand geflogen kommen. Die Abfolge der Gedanken ist etwa so:

  1. Wow Geil! Das kommt ja voll raus!
  2. Oh, das kommt auch raus, cool!
  3. Ja ok, das kommt auch raus…
  4. oh.. schau… ehm das kam grad nicht raus, warum?
  5. ok, ich hab’s gesehen
  6. Ich hab Kopfweh

Ich war im Kino und hatte mir Monsters VS Aliens angeschaut. Der Film war eigentlich lustig und auch herzig, aber natürlich vollkommen auf dieses 3D-Zeugs zugeschnitten (und zwar hyperextrem). Wie ihr der oberen Liste entnehmen könnt, habe ich den Film nicht in 3D gesehen und mich den ganzen Film hindurch über all diese (in 2D vollkommen idiotisch aussehenden) Szenen geärgert, die nur Des 3D’s wegen erfunden wurden.

Ich glaube, das Final Destination in 2D etwa gleich gut (oder schlecht) ist, wie in 3D. Der Film ist unterhaltsam, aber eigentlich (und unterm Strich) nicht wirklich interessant. Die Effekte in 3D sind cool aber ich denke nicht, dass der Film in 2D viel schlechter ist. Anders hingegen my bloody valentine. Ich fand den Film schon in 3D zum Kotzen langweilig und angelte mich von 3D-Schocker zu 3D-Schocker (und zu den Szenen wo dieser geile Cop da rumlief…). Wären die Szenen nicht in 3D gewesen (und wär es nicht der erste 3D-Horrorfilm gewesen, den ich gesehen habe), wäre der Film absolute Hundekacke gewesen. Und das kann’s doch nicht sein?

Dasselbe gilt auch für die meisten 3D-Kinderfilme. Aber bereits Coraline und nun auch Up machen dabei die grosse Ausnahme. Während Coraline noch einige Male wirklich mit dem 3D-Effekt spielt, bleibe extreme 3D-Szenen in Up vollkommen aussen vor. Der Film kann zeitenweise sogar ohne 3D-Brille problemlos (wenn auch leicht unscharf) angesehen werden. Das scheint nun ein Negativpunkt zu sein, denn: Wofür 3D, wenn es nicht genutzt wird?

Da muss ich aber gleich gegenhebeln (Was für ein Wort!): 3D ist bereits nach einem oder zwei Jahren ein überlutschtes und langweiliges Stilmittel. Wie gesagt: Es ist eigentlich schon alles mal auf einen zugeflogen. Wirklich interessant wird die Technologie erst jetzt, wenn sich die Filmemacher wieder mehr um den Film und weniger um die Effekte kümmern und das 3D einfach zu dem wird, was es schon immer sein sollte: Eine erweiterte Sicht durch ein Fenster, das einem das Gefühl gibt, näher am Film zu sein.

Man kann zu dieser Aussage nun natürlich gegenwenden und sagen: Wenn aber das Zeug aus der Leinwand zu kommen scheint, ist es dann nicht näher zum Publikum?

Doch, aber es entlarvt sich als Tiefenlose 3D-Attraktion und ausserdem wirken solche (dadurch riesig erscheinende) Objekte falsch, unrealistisch und mehr plastisch als real. Es darf schon was rauskommen, aber nicht zu weit und man sollte es damit nicht übertreiben.

Noch ein Tipp an mögliche 3D-Filmer die das lesen: Macht keine Aufnahmen aus grosser Entfernung (Beispiel: Man sieht bei my bloody valentine ein Kohlenwerk [oder sowas] und seine Arbeiter von weit oberhalb). Das lässt die Objekte und Menschen wie Lego oder andere Plastikfiguren/Objekte wirken. Also ein absoluter no-go.

So viel zu meiner Meinung. Hat noch jemand sonst 3D Filme gesehen und was haltet ihr davon?

Greez PF

Ein Gedanke zu „Oben und andere 3D-Filme“

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