15. September 2009 um 12:50 Uhr, 3 Kommentare

Coraline – Yet another 3D-Movie?

Während in Amerika bei Filmtrailern zu 3D-Filmen bereits meistens 2D in ausgewählten Kinos steht, ist es doch hierzulande noch immer etwas spezielles, die Möglichkeit zu haben, einen Film im superschicken 3D anschauen zu können. Seit und mit Ice Age ist 3D jedoch supercool und super-in – sogar das einzige IMAX der Schweiz, das normalerweise nur kurze (und teure) Dokufilme zeigt, ist auf den 3D-Zug aufgesprungen.

Nach doch einigen 3D-Filmen, dazu vielleicht später mehr, habe ich am Sonntag noch Coraline in 3D geschaut.  Alle Filme hatten etwas gemeinsam: Sie wurden für 3D gemacht. Die Story oder Charaktere der Filme blieben dabei mehr als nur weit auf der Strecke. Doch Coraline machte in den Trailern bereits einen anderen, besseren Eindruck.

Aber zuerst zur Geschichte. Das kleine Mädchen Coraline, relativ oft und von vielen fälschlicherweise Caroline genannt, zieht mit ihren Eltern in ein abgelegenes Haus. Die Eltern sind beide Schriftsteller – sie schreiben offenbar Bücher über Pflanzen. Sie haben keine Zeit für die kleine Coraline. Im Wohnzimmer findet Coraline eine kleine Tür, die aber zugemauert ist. In der Nacht, öffnet sich hinter der Tür aber plötzlich ein Übergang in eine Parallelwelt oder andere Dimension oder so. Die andere Welt sieht fast genau gleich aus, wie die normale – nur die Menschen sind anders. Allen voran Coraline’s andere Mutter. Sie scheint die perfekte Mutter zu sein, interessiert sich für ihr Kind und kocht! Aber die andere Welt und auch die andere Mutter scheinen nur, perfekt zu sein…

Trotz der Düsterness (wie ist die Nomen-Form von Düster?) und der skurril Charaktere ist Coraline eindeutig ein Kinder(-freundlicher-)Film. Die Story ist angenehm zu verstehen, hat keine grossartigen, komplizierten Twists und ist auch sonst geradlinig gestrickt. Klingt nach einem typischen 3D-Film: Die Story ist lahm, man angelt sich von 3D-Effekt zu 3D-Effekt und weiss schon von Anfang an, wie’s ausgeht. Aber nein, so ist das nicht!

Coraline ist zwar einfach gestrickt und hat seine langatmigen (fast langweiligen) Phasen. Der Film wird aber in der zweiten Hälfte richtig spannend und interessant. Man vergisst dabei manchmal vollkommen, dass man sich einen 3D-Film anschaut. Nicht, weil man es nicht mehr sehen würde, sondern weil man einfach mitten im Film ist – und dieser Effekt vollkommen natürlich und nicht aufgesetzt daherkommt.

Deshalb mein Fazit: Coraline gäbe wohl auch in 2D einen gelungenen, interessanten Film ab. Soweit ich weiss, läuft er noch ungefähr eine oder zwei Wochen. Man sollte also, wenn man die Möglichkeit hat, sich den Film anschauen gehen!

Und jetzt wird auf UP gewartet – einen Film, von welchem ich eine ähnliche Erwartung habe, wie ich es von Coraline hatte: Ein 3D-Film, der auch in 2D ein guter Film wäre.

greez pf

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