Man wird gehasst…

Ich verstehe es nicht.

Man ist ein netter Mensch. Man ist freundlich, man ist Hilfsbereit und man redet selten schlecht über andere.
Man akzeptiert branchenunübliche Tiefstlöhne und spendet trotzdem noch an irgendwelchen Orten.
Man gibt sich Mühe die Umwelt und die Tiere zu schonen…

ABER Es geht einem scheisse.

Wär ich ein arroganter Grossbankeninhaber und hätte ich wohl 2 Hummer Jeeps oder ein eigenes Kohlekraftwerk. Würde ich schlecht über meine Arbeitskollegen reden um sie aus der Firma zu ekeln oder wäre ich ein hinterlistiger oberflächlicher Mensch.
Ja! Dann hätte ich kohle bis zum Abwinken, eine heisse (männliche) Bitch an meiner Seite und mir ging’s gut.

Als lieber, netter, treuer, zurückhaltender, alles richtig machen wollender, spendender, Ökofritze bin ich verschuldet, allein und unglücklich.

Was ist das für eine Welt?
Wer schenkt mir einen Bauernhof? Wer schenkt mir ein menschliches Leben und entfernt mich aus dieser dekadenten Zivilisation die ihr Mindesthaltbarkeitsdatum um tausende von Jahren überschritten hat?

… und diesmal liegt’s bestimmt nicht am übermässigen Fleischkonsum…

Wer jetzt denkt, das sei eine neue Entwicklung in meinem Leben, der irrt. Das ist schon seit geraumer Zeit so… wer ein bisschen im Blog liest hat bestimmt gemerkt, dass es immer wieder auf und ab geht. Und momentan habe ich gerade einen Tiefpunkt. Bald wird es mir wieder super gehen. Das heisst aber nicht, dass die Probleme gelöst sind.

grz pf

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1 Kommentar

  1. Ach Pfoffie

    diese Gedanken kennen doch viele von uns. Sorry, mag Dir nicht den elitären Status wegnehmen, aber ich glaube jeder der ein wenig sensibler ist und bewusster kommt zwischendurch immer auf solche Fragen. Früher wünschte ich mir oft einen Knopf mit dem ich diese Gefühle oder Gedanken, die andere nicht zu haben schienen, abschalten könne. Aber das funktioniert nicht. Inzwischen ehre ich mich dafür wer und was ich bin, auch wenn ich dadurch weder reich geworden bin, noch es unbedingt leichter habe. Sei doch stolz drauf, in so einer konsumgeilen und oberflächlichen Gesellschaft, in der Werte wie Menschlichkeit oder Mitgefühl genauso zur leidenschaftslosen verbalen Massenware werden, eben nicht so zu sein. Ich bin überzeugt, dann wirds auf allen anderen Ebenen auch wieder besser laufen. Und glaub mir: ich kenn einige mit Kohle und dicken Schlitten. Glücklich ist von denen keiner so richtig und manch einer würde wünschen, er/sie würde sich getrauen auszubrechen und zum Beispiel „mehr Zeit“ zu haben… Sind halt manche davon auf andere Art „gefangen“….

    Greets

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