12. Dezember 2016 um 12:00 Uhr, 2 Kommentare

Ich habe eine Dekade geschrieben

Alles Gute zum Geburtstag, lieber Pflog!

Am zwölften Dezember 2006 habe ich meinen ersten, deutschsprachigen Beitrag geschrieben. Ein dicker, unzufriedener, ängstlicher, mittelloser, spiritueller, junger Mann. Ich wohnte damals seit wenigen Monaten in meiner ersten eigenen Wohnung und war vor allem auf der Suche nach mir selbst. Natürlich hatte ich damals das Gefühl, ich hätte mich bereits gefunden. Und deshalb versuchte ich natürlich vor allem, die Welt zu verstehen und den lieben Lesern von meinen Erkenntnissen zu berichten. Berichten im Sinne von aufzwingen.

Heute ist das zum Glück alles ganz anders: Ich habe eine einigermassen gesunde Figur, sollte eigentlich zufrieden sein, bekämpfe meine Ängste, weiss wo das Geld hin fliesst und wurde zum Atheisten. Natürlich bin ich noch immer sicher, mich eigentlich gefunden zu haben, aber ich weiss, dass ich mich in Wahrheit immer noch suche. Und das wird wohl auch noch so weitergehen, bis ich in’s Gras beisse. Wenn ihr wüsstet, was ich dieses Jahr über mich alles so herausfinden konnte. Oh my god!

Wie jeden Blogurtstag steche ich natürlich auch dieses Jahr wieder ein bisschen in die Statistiken ab. Meine Leserzahlen sind wieder gestiegen. Das erstaunt mich nicht nur, sondern freut mich natürlich auch. Ich habe dieses Jahr einiges an positivem Feedback erhalten und viele Menschen haben mich total unerwartet mit der Offenbarung schockiert, dass sie meinen Blog lesen. Dafür bin ich unglaublich dankbar.

Zum Glück bin ich nicht von irgendwelchen Leserzahlen abhängig. Schliesslich verdiene ich mein Geld ja nicht mit meinem Blog. Deshalb freut es mich um so mehr, wenn ich höre, dass mein Geschreibe tatsächlich den einen oder anderen ab und zu wirklich berührt. Dafür tue ich es ja.

Wo werde ich in 10 Jahren stehen? Mit einer vier am Rücken und vielleicht mit dem 20. Blogiläum. Werde ich dafür etwas grosses verändert haben oder nur kleine Dinge? Werde ich mich selbst verändert haben? Werde ich wie jetzt zurückschauen und mich kaum mit meinem alten Ich identifizieren können?

Ich hoffe, dass ich in 10 Jahren genau so stolz auf und zufrieden mit meiner Entwicklung sein kann, wie ich es jetzt bin.

Ein alkoholfreies (bin mit dem Auto unterwegs) Prost auf mein Geschreibe, das manchmal nicht konstant und noch seltener sinnerfüllt, aber immer das ist, was ich schreiben will. Wenn es auch oft eine grammatikalische Hölle ist. (Jaja auch eine orthografische)

Ich danke euch Lesern für eure Lesetreue und mir selbst für meine Schreibetreue. Beides ist nicht selbstverständlich.

Habt eine gute vorletzte Adventswoche

Cheers
Pfoffie

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