28. Juli 2016 um 12:00 Uhr, 2 Kommentare

Star Trek Beyond – Review

Ein neuer Star Trek film gefilmt von einem Fast and Furious Regisseur. Das kann nichts werden.startrekbeyond

Trotzdem ging ich ihn natürlich schauen. Man ist ja schliesslich ein Fan, aber man soll ja auch skeptisch sein. Nun, die Enterprise ist nun endlich auf einer 5-Jahre-Mission und erlebt dort endlich irgendwelche Dinge. Ganz objektiv gesehen, und das muss ich vorweg sagen, ist die Story von Star Trek Beyond viel weniger episch als die vorherigen. Der Film fühlt sich an wie eine Episode aus einer der älteren Star Trek Serien. Das Geschehen ist wichtig und interessant, fühlt sich aber eher nach einer Anekdote als nach etwas für die Geschichtsbücher an. Klar passiert dramatisches, klar sind die Auswirkungen für einzelne total weltbewegend. Grundsätzlich ist aber eben alles eher «einfach irgendwas» und das finde ich grossartig! Genau auf sowas habe ich gewartet. Das ist das Gefühl, das ich bei den neuen Star Trek Filmen vermisst habe. Eben den Fokus auf dem Erkunden, dem Entdecken. Es gibt natürlich einen Konflikt als zentralen MacGuffin. Dieser Konflikt ist aber durchaus logisch und gut eingeflochten.

Zusammengefasst fand ich die Story also wirklich genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Aber leider muss das ja keine Aussage über den Film als ganzes machen. Deshalb muss ich mich jetzt schnell auf das Negative konzentrieren. Einige Elemente im Film ergaben meiner Meinung nach keinen Sinn. So ist die wirklich ultrageile Raumstation architektonisch vollkommen unlogisch. Auch die Position des «Gravitationsgenerators» scheint mir komisch und insbesondere dessen Sicherheitssystem. Dafür sieht sie wirklich mega ultrageil aus, vor allem wenn Raumschiffe «andocken». Dann war mir der Planet etwas zu divers. Er ist gleichzeitig sehr lush, sehr karg, sehr felsig und waldig. Und alle diese Biome scheinen extrem nahe beieinander zu liegen.

Interessanterweise war’s das schon! Der von mir so gefürchtete Regisseur machte eine tolle Arbeit. Die Action war total gut und wunderbar Choreografiert. An einer Stelle erinnert das ganze zwar fast an ein Surfervideo und das ist eigentlich schon etwas too much. Aber da mir von Anfang an klar war, dass Star Trek Beyond so cool wie Guardians of the Galaxy wirken möchte, fand ich das nicht mal so schlimm. Der Film versucht zwar tatsächlich cool zu sein, aber nicht so aufdringlich wie man es nach den Trailern erwartet. Was ich jedoch total vermisst habe, war die geile Farbpalette von den Plakaten 🙁 Und oh mein Gott wann sind all diese Schauspieler so alt geworden? 😀

Alles in allem fand ich Star Trek Beyond also super. Kein grossartiger Film aber wahrscheinlich der Beste seit dem Reboot; und die anderen beiden haben mir ja auch schon gefallen.

Cheers
Pfoffie

2 Gedanken zu „Star Trek Beyond – Review“

Kommentar verfassen