21. Juli 2016 um 12:00 Uhr, 3 Kommentare

Hydroxibohroxid – Das Hobo-Molekül

Wer träumt nicht vom ewigen Leben? Endlich könnte das nötige Molekül gefunden werden!hobomood

Ihr wisst ja, dass ich total Angst vor meiner Mortalität habe. Immer wieder klopft sie ab die Tür und lässt mich tagelang ununterbrochen durchschreien. So im Stil von Aaaahhhhhhhh!!!

Seit Kurzem habe ich nun aber einen Biochemie studierenden Kumpel und hoffe er ist eine kleinere Enttäuschung als meine Programmiererfreunde, von denen ich mir seit Jahren ein gutes Space-Exploration Sandbox-Game wünsche. Zum Glück kommt anscheinend aber ja bald ein solches und ich brauche diese Leute nicht mehr.

Wie auch immer. Dieser neue Biochemikerfreund liess sich von all meinen kindlichkindischen «Warum?»-Fragen nicht abschrecken und erklärte mir die Chemie so eingehend, dass ich selbst beinahe eine Masterthesis schreiben könnte. Das Einzige was mich davon abhält ist das Fehlen von Credits. Als guter Freund möchte ich ihm natürlich zur Seite stehen und machte ihm deshalb tolle Vorschläge für seine Arbeiten. Obwohl leicht fasziniert, konnte ich ihn nicht davon überzeugen, ein antigravitierendes chemisches Element namens Antigravium zu finden. Er sagte, das sei nicht möglich, obwohl ich voll die gute Idee hatte, wie man das lösen konnte. Wenn man nämlich die Elektronen und Protonen vertauscht… aber ich stiess auf taube Ohren. Sollte dies ein RICHTIGER Chemiker lesen und ausprobieren wollen, nur zu. Ich werde keine Ansprüche erheben. #FreeTheKnowledge!

Auf meine Idee eines neuen Moleküls war er aber schon besser zu sprechen und erklärte mir die genaue Nomenklatur der Chemie. Nachdem ich begriff, wofür Peroxid steht, wollte ich ein neues Peroxid erschaffen, welches zur Summenformel «HOBO» führt. Also zwei Sauerstoff-, ein Wasserstoff- und ein Bohr-Atom. Natürlich musste der fantasielose Traumzerstörer das alles wieder über den Haufen werfen. «Hydrobohrperoxid würde anders aussehen» sagte er klugscheisserisch, als ob ich KEINE AHNUNG von Chemie hätte. Trotzdem hatte ich anscheinend total die Inception bei ihm ausgelöst und er prüfte schnell das chemische irgendwas von Bohr und zeichnete dann eine tatsächlich funktionierende Molekühlverbindung.

Ich präsentiere das tatsächlich einigermassen realistische, wenn auch höchstwahrscheinlich total flüchtige Molekül «Hydroxibohroxid» oder eben HOBO:

hobo

Und warum ich denke, dass es uns unsterblich macht? Ganz einfach: man weiss nie, was ein unbekanntes Molekül für Eigenschaften hat und weil ich mir keine andere Science-Magazine-Headline vorstellen kann als «Cure for mortality found in HOBO»

Ja, ich habe diesen Artikel während einer Episode Mania Post Laborem geschrieben.

Cheers

3 Gedanken zu „Hydroxibohroxid – Das Hobo-Molekül“

Kommentar verfassen