19. Juli 2016 um 12:01 Uhr

Von Frankreich verfolgt

Meine Träume drehen sich um ein seltsames Frankreich.paris

Seit meinem Trip nach Paris mache ich ständig Sightseeing. Ununterbrochen. Zumindest in meinen Träumen. Ich laufe Gänge entlang, wandere Wendeltreppen hoch und stehe viel an. Nichts, das ich sehe existiert wirklich. Meine Träume erschaffen ein riesiges Kuddelmuddel aus dem Erlebten. Heute Morgen zum Beispiel, führte ein gefliester Tunnel zur Spitze des Eiffelturms. Zwischendurch wache ich immer wieder auf und weiss nicht, wo ich bin. Ich schaue mich um und erkenne die Attribute unseres Schlafzimmers nicht. Denke, die Bilder an der Wand seien Höhlen oder irgendwelche Aussparungen in einer alten Kirche oder Dekoration. Dann frage ich mich, warum ich keine Kleider trage und einfach eine Decke um mich geschlagen habe. Diese Realität nehme ich in die Träume wieder mit und stehe plötzlich nackt unter einer Art Arc de Triomphe. Aber irgendwie ist alles so verzerrt, dass das Nacktsein eigentlich total in Ordnung ist. Auch andere Realitäten kommen mit ins Traumland. Zum Beispiel die Hand meines Mannes, der mich im Schlaf umarmt. Manchmal stört sie mich als die drängelnde Hand eines Fremden beim Anstehen in der Schlange; manchmal ist sie die Hand eines Freundes, der mit mir die unechte Stadt besichtigt; manchmal ist der Freund sogar mein Mann. Der Wecker, das Aufwachen und mein Mann versuchen mich irgendwann aus dieser Welt zu reissen, aber es ist seltsam schwer, aus dieser Welt zurückzukehren. Trotz der Absurdität wirkt sie unglaublich echt.

Echt interessant, was da mein Gehirn so erschafft. Ich frage mich, wie lange das noch geht; wie lange es wohl noch verarbeiten muss. #ParisSyndrom

Cheers
Pfoffie

Kommentar verfassen