9. Juni 2016 um 12:00 Uhr

Die oberste Priorität

Was denkt ihr ist das Wichtigste in meinem Leben?einzigeziel

Der Blog. Nicht der Blog an sich sondern der tägliche Artikel. Ganz egal was passiert, ich poste jeden Tag einen Artikel. Das ist ziemlich krass eigentlich. Und jetzt, so ganz ohne Smartphone, merke ich, wie schwierig das überhaupt ist.

Oft schreibe ich am Morgen im Zug für den Blog. Manchmal gleich für denselben Tag, manchmal für den Tag danach oder später. Oft würde ich lieber Netflix schauen … aber wie gesagt, dieses Schreiben hat für mich oberste Priorität. Ich gehe sogar so weit, im Geschäft an meinem Blog zu arbeiten, wenn es nicht anders geht. (Natürlich geht das dann nicht auf Arbeitszeit haha) Ab und zu beschwere ich mich über meine Verpflichtung dem Blog gegenüber und die Reaktion der anderen ist immer: «Du MUSST ja nicht bloggen!» und oft wird dann auch noch angehängt, dass ich ja nicht mal Geld damit verdiene und deshalb sowieso keinem etwas schuldig bin.

Ich bin es aber mir selber schuldig. Klar ginge die Welt nicht unter, würde ich das Bloggen mal einen Tag vernachlässigen. Klar würde es kaum ein Leser merken. Selbst für mich wäre es nicht mal so schlimm – ich würde total easy damit klar kommen. Aber sobald ich es zulasse, öffne ich eine Tür. Genauso wie wenn man einmal das Fitness auslässt. Nur dieses eine Mal. Doch dann merkt das Unterbewusstsein, dass gar nichts schlimmes passiert, wenn man es tut. Deshalb wird man es immer, immer wieder und immer mehr tun. Oder in diesen Fällen gerade eben nicht tun.

Das möchte ich verhindern. Zumindest vorerst. Mein Ziel ist es, mindestens bis zur USA-Reise meinen täglichen Intervall beizubehalten. Während der Reise werde ich das ja – wie gestern erwähnt – kaum aufrecht erhalten können. Ich nehme dies gleich als Grundlage, mein Blogverhalten zu überdenken. Wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich tatsächlich nur noch jeden zweiten Tag etwas poste. Aber ob das wirklich so sein wird, möchte ich noch offen lassen.

Ich weiss, das Thema habe ich in der kürzlichen Vergangenheit schon einige Male angesprochen. Und es ist für euch wohl kaum interessant 😀 Aber mich scheint es offenbar total zu beschäftigen. Ich bin so stolz darauf, diese Arbeitsamkeit mehr als eineinhalb Jahre lang aufrecht erhalten zu haben. Irgendwie würde eine Veränderung sich nach Misslingen anfühlen. Aber eigentlich ist ein neues Konzept überfällig. Und weniger Blogbeiträge hiesse ja nicht unbedingt weniger Arbeit.

Hm. Ja.

Cheers
Pfoffie

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