7. Juni 2016 um 12:00 Uhr

Mein Leben in Phasen

«Gerade» ist mir aufgefallen, wie unstet ich bin. Finde ich das gut?phasen

Ich war am Schreiben des Blogeintrags über meine App und über das Spieleerfinden als es mich plötzlich wie der Blitz traf: Ich fange mit etwas an, es wird mein Lebensinhalt; das bleibt eine Zeit lang so und dann verschwindet es wieder.
Eine Zeit lang war ich Sänger, dann Filmemacher, dann Schriftsteller, Hexe, Spieleerfinder, dann Diätprofi, Atheist, dann Wanderer und im Moment gerade App-Entwickler aber ich merke, wie sich anscheinend Fotografie in mein Leben schiebt. Zum Glück musste ich mit nichts davon meinen Lebensunterhalt verdienen. Nichts davon habe ich lange genug gemacht um wirklich erwähnenswert gut darin zu werden. Aus meiner Sicht habe ich alle diese Dinge aber erwähnenswert gut genug gemacht.

Ich fühle mich wie ein 15 Jähriger, der herauszufinden versucht, was er später mal, wenn er «gross» ist, machen will. Und zu einem Teil ist das wohl, weil ich das in jenem Alter total verpasst habe. Ich war gefangen in einer Welt aus Nichtkönnen, Nichtwollen und dem Glauben, dass es daraus keinen Ausweg gab. Heute habe ich alle diese Fähigkeiten, kann alles machen, was ich will und das ist nun auch das, was ich tue.
Als ich mit dem Schreiben dieses Beitrags anfing, dachte ich zuerst etwas traurig, dass diese Dinge dann ja alle Zeitverschwendung waren. Noch während dem Schreiben merkte ich aber, dass ich ja am Schreiben war. Also zumindest das Schreiben ist noch immer ein zentraler Teil meines Lebens und wenn ich es genau anschaue, ist das mit allem in der Liste so. (Leider nicht nur) Zuhause singe ich bei jedem tollen Song mit, werde in Kürze wieder rumwandern gehen, arbeite schon an der nächsten App.
Selbst die Dinge, die sich zu Widersprechen scheinen, Schwingen gleichermassen mit mir mit. So habe ich trotz jetziger Glaubenslosigkeit während meiner spirituellen Phasen viele Wahrheiten und Einstellungen gelernt, die noch immer wahr und richtig sind, obwohl ich ihnen nun andere Ursprünge zuordne.

Finde ich das gut? Im Moment schon. Es nimmt mir etwas die Angst vor der Zukunft. Davor, zu verblöden, in einem langweiligen Suhl zu versinken, alt zu werden und alles verpasst zu haben. Währe ich jetzt nich gleich wie mit 15 Jahren, würde es wohl auf all dies herauslaufen.

Cheers
Pfoffie

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