17. Mai 2016 um 12:00 Uhr, 1 Kommentar

Ich war einkaufen

Klingt komisch, blöd und ist aber eigentlich total grossartig.einkaufen

Am Samstagvormittag ist Marija zu uns gefahren, hat ihr Auto parkiert und dann sind wir zum nahegelegenen Mobility-Parkplatz spaziert. Dort haben wir ganz elegant ein Auto genommen und sind in ein wunderbares Abenteuer losgefahren!

Zuerst ging alles noch ganz easy zum Hornbach und dann über Littau zurück nach Ebikon, weil wir merkten, dass wir zu wenig Zeit eingeplant hatten. Mit dem zweiten Auto ging’s dann in eine Tiefgarage, was für mich der blanke Horror war. Es war eng, dunkel und sooo viele Leute. Nach dem Parken sagte mir Marija, dass eine Freundin gleich nach der Prüfung in genau diesem Parkhaus einen Schaden machte. Das war gleichermassen beunruhigend als auch beruhigend. Ein bisschen stolz war ich darüber, dass Marija nicht bemerkt hatte, wie sehr ich von der Situation gestresst war.

Nach dem Einkaufen ging’s natürlich wieder raus. Ebenso abenteuerlich: Marija sagte rechts, ich fuhr links; die Kurve war fast zu eng aber ich kriegte sie noch; plötzlich regnete es. Der Regen war fies, total fies. Nicht nur, weil er mir die ganze Sicht verwässerte und alles spiegelte, sondern weil er auch die Aussentemperatur so veränderte, dass die Scheiben anliefen. Wir sassen in einem fremden Auto und versuchten die Heizunglüftung irgendwie einzuschalten. Mit «wir» meine ich natürlich nur Marija. Ich war viel zu beschäftigt mit Lachen und Panik.

Irgendwie hat Marija es tatsächlich hingekriegt und wir fuhren ins nächste Parkhaus. Vorher ging’s bergab, jetzt einer sich windenden Auffahrt entlang. Irgendwie schaffte ich es in den 4. Stock und irgendwie habe ich dort etwas für einen Parkplatz gehalten, was gar keiner war. Ich blinkte also nach links um zu korrigieren. Dabei würgte ich den Motor einmal ab. Schon überholte mich total nah irgendsoein alter Sack. Das machte mich total wütend. Der fuhr total nah an mir vorbei; was wenn ich grad rückwärts gefahren wäre? Nun, natürlich zeigte ich ihm den Finger und fühlte mich wie ein richtiger, ausgewachsener Autofahrer. Was tat Marija? Sie hupte dem Mistkerl hinterher. Das war grossartig, wir sind ein perfektes Team. Ich habe mich wie von einer Löwenmutter beschützt gefühlt.

Schliesslich brachten wir alles Eingekaufte nach Hause und ich dachte: Oh mein Gott, ich habe eingekauft. Das war grandios!

Und wie fandet ihr ihr diese Geschichte über eine Sache, die für die meisten Menschen totalst langweiliger, womöglich sogar nerviger Alltag ist?

Cheers Pfoffie

One thought on “Ich war einkaufen”

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