15. Mai 2016 um 12:23 Uhr

«Sie kamen aus dem Wasser» – eine Fanfiction-Kurzgeschichte

Ich habe mal wieder etwas geschrieben. Eine Kurzgeschichte und man kann sie sogar kaufen, wenn man mich unterstützen will. Aber man kann sie auch gratis lesen, wenn man das lieber machen will. ANARCHIE!

Vor kurzem habe ich ein Buch gelesen – das passiert ja selten bei mir haha. Und ich fand es wirklich gut. Es ging um Zeitreisen und Entdecken und halt irgendwie alles, das mich interessiert. Das Buch heisst «Grossvaters Zeitmaschine» und ist vom (höchstwahrscheinlich) schweizer Indie-Autor Horace Ekgren. (Ich gehe davon aus, dass das ein Pseudonym ist). In diesem Buch geht’s mehr oder weniger um einen alten Mann, der in der Zeit herumreist. Vor allem in die Zukunft. An verschiedenen Stationen der Zeit erlebt er genauso verschiedene Abenteuer. In einer seiner Reisen entschliesst er sich dazu, mal ein Buch aus jener Zeit zu lesen und findet dann in einem mittelmässig futuristischen Tablet-E-Reader-Ding eine Geschichte mit dem Namen «Sie kamen aus dem Wasser». Der Stil dieser Geschichte wird im Buch folgendermassen beschrieben:

Es stellte sich als Mystery-Geschichte heraus, die anscheinend auch Sciencefiction Elemente enthielt. Er war sich dabei aber nicht sicher. Da er nicht aus dieser Zeit stammte, wusste er nicht, was inwiefern dem Zeitgeist entsprach und was aus dieser Sicht wirklich Sciencefiction war. Es ging dabei um fliegende Monster in den Städten, die titelgebend aus dem Wasser kamen und alles töteten und frassen, was ihnen in den Weg kam. Die Geschichte selbst war eigentlich sehr kurz, doch so straff erzählt, dass darin sehr viel geschah. Manchmal so zeitgleich, dass Tim kaum verstand, was wie zusammengehörte. […] Offenbar war es im Moment im Trend, vollkommen abstruse, extrem verschachtelte Geschichten zu schreiben. Sie waren verzerrt und Textstellen waren verbunden, die nicht verbunden gehörten und Ähnliches. […] Auch wenn er nicht sehr überzeugt von diesem neuen Format für die schönen Autorenwerke war, so musste er doch zugeben, dass der Unterhaltungswert stimmte. Er hatte die Geschichte nach knapp zweieinhalb Stunden mehrmals zu Ende gelesen und auch verstanden. Die Pointe war eigentlich nicht sehr gut, doch sie zu verstehen gab Tim irgendwie einen Kick. So als hätte er soeben ein schwieriges Rätsel gelöst. Nach dem letzten Lesen schloss er das Buch und sprach seine Erkenntnis laut in den Raum hinein: «Ach so, sie kamen aus dem Wasser!»

Das hat mich ab der ersten Sekunde fasziniert und nicht mehr losgelassen. Ich wollte diese Geschichte auch lesen – aber natürlich gibt es sie nicht. In mir keimte die Frage auf, ob man überhaupt etwas schreiben kann, das dieser Beschreibung entspräche. Das lies mich dann schon grad gar nicht mehr los und irgendwann musste ich einfach dem Drang nachgeben und es versuchen.

… und ich habe es auch geschafft! Ob das Endprodukt nun gut oder schlecht ist, das kann ich nicht beurteilen. Weder bin ich Horace Ekgren, noch komme ich aus der Zukunft. Aber wer weiss…

Ich habe dann einen Kommentar auf der Grossvaters Zeitmaschine Website geschrieben und Horace angefragt, ob ich die Geschichte in Verbindung mit seinem Buch auf meinem Blog veröffentlichen darf. Unerwarteterweise hat er mir sogar geantwortet (gut, er ist ein unbekannter Indie-Autor, wahrscheinlich antwortet er jedem und ist auch über jegliche Publicity erfreut). Ihm gefiel meine Geschichte und er meinte, wir sollten eigentlich eine interaktive Version machen, bevor wir sie veröffentlichen. Im Buch wird auch beschrieben, wie das E-Reader-Programm Textstellen, die zusammen gehörten, farblich unterschieden darstellte. Ich bin ja Web-Entwickler und habe dann die letzten Wochen eine interaktive Version der Geschichte programmiert. Horace hat sie in seine Website eingebunden: Man kann sie hier gratis lesen.

Ein tolles Cover habe ich natürlich auch gebastelt. Mir gefällt es sehr, da es irgendwie trashig aussieht. Der Titel der Geschichte ist ohnehin sehr trashig.Sie kamen aus dem Wasser

Für mich wär’s das damit ja gegessen gewesen, aber Horace insistierte darauf, das Buch in Shops als E-Book zu veröffentlichen. Man würde so per Google besser gefunden – Ich kann das zwar nicht bestätigen, aber wer widerspricht schon einem Autor?

In der E-Book Version kriegt man alle Bausteine der Geschichte getrennt voneinander, sodass man sie am End‘ auch wirklich verstehen sollte. So hoffe ich zumindest. Das E-Book findet ihr auf Amazon, iTunes und direkt beim Eigenverleger Bookrix.

Ich weiss nun nicht, ob ich schreiben soll, ich freue mich auf Reviews… Die Geschichte ist total seltsam und wahrscheinlich kaum verständlich, irgendwie David Lynch artig und wohl kaum sehr mainstreamy. Dennoch: Wer sich positiv oder negativ über dieses kleine – übrigens überraschend aufwändig herzustellendes – auslassen will, ist herzlich willkommen dies in den Kommentaren zu tun.

Danke fürs Lesen dieses Blogbeitrags und noch ein viel grösseres Danke an alle, die sich sogar die Zeit nehmen, meine Geschichte zu lesen.

Viele Grüsse,
Pfoffie

TL;DR: Ich habe aufgrund eines Science-Fiction-Romans eine Kurzgeschichte geschrieben. Sie ist seltsam, verworren und verwirrend. Man kann sie hier gratis lesen oder als E-Book kaufen.

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