10. Mai 2016 um 12:00 Uhr, 4 Kommentare

Der Nachfolger des papierlosen Büros

Wir sind noch weit entfernt von der Papierlosigkeit und schon kündige ich das nächste unerreichbare Highlight an.brieftaschenlos

Ich bin ja bekanntlich ein kleiner Öko und finde, man soll so wenig ausdrucken wie möglich. Andere sehen das ganz anders; ich mein damit nicht nur den Piff, der alles ALLES immer drucken muss. Ich habe ja vor Kurzem ein Mobility-Abo gemacht und das hat sich alles sehr nach 20. Jahrhundert angefühlt. Zu jeder E-Mail erhielt ich eine PDF-Beilage mit dem exakt gleichen Inhalt aber meiner Postanschrift zusätzlich angefügt. WIESO!? Ich denke, weil die erwarteten, dass ich irgendwas ausdrucke. Ich war sehr enttäuscht, dass ein SO zentral digitaler online Dienst keine automatische Abwicklung für gewisse Dinge (zB die Registrierung). Ihr seht also: Das papierlose Büro existiert nicht.

Das ist aber zum Glück ja gar nicht das eigentliche Thema. Während wir schon an dieser ersten Stufe scheitern, sehne ich mir schon die nächste Revolution herbei:
Das brieftaschenlose Bezahlen. Wer jetzt denkt, dass es das bereits gibt, missversteht mich höchstwahrscheinlich. Ich spreche nämlich nicht nur vom bargeldlosen Zahlen, sondern gänzlich vom Verschwinden des Portemonnaies. Der Name sagt es ja schon: Es trägt unser Geld. Wenn wir kein physisches Geld mehr dabei haben, wozu brauchen wir noch einen Geldbeutel? Ganz einfach: Das Bargeld wurde in kleine Plastikkarten gesperrt und die müssen natürlich auch irgendwo sein. In eine Plastikkartentasche? Sowas gibt es sogar. Aber das reicht mir eigentlich nicht.

Es gibt ja jetzt neu diesen SwissPass von der SBB. Der ist per Definition für mehrere Dinge verwendbar. Zum Beispiel auch als Mobility-Aktivierungskarte oder für die Skipisten-Abos. Läge es also nicht im Bereich des Machbaren, in diese Karte auch noch ein Zahlungsmodul zu basteln?

Dennoch: Man bräuchte immer noch einen Einzelkartenbeutel. Noch immer also total doof. Es wäre doch genial, wenn man all diese Dinge in irgendwas tun könnte, das man immer dabei hat. In die Schuhe? Blöd halt, dass man die ab und zu wechselt. Die Linsen? Das haben halt nicht alle. Den Schlüssel? Oh eigentlich gar nicht so schlecht, aber eigentlich gehört das alles ins Handy. Ich möchte mit dem Handy das Mobility Auto öffnen können, möchte mein Bahn-Abo via Handy prüfen lassen können und natürlich möchte ich auch mit dem Handy bezahlen können.

Ich sehe gegen alle drei Anwendungen keine wirklichen Argumente. Ja, man sorgt sich um Akku und Sicherheit. Das erste kann ich gut verstehen und das ist ein Problem, das gelöst werden muss. Aber die Sache mit der Sicherheit. Was könnte sicherer sein, als alle wichtigen Inhalte auf einem Gerät, einer Cloud zu haben, die via Passwort, möglicherweise einem Fingerabdruck verschlüsselt sind?

… oder nicht? Bin ich ma wieder total naiv und verblendet? Eure Meinung interessiert mich wirklich sehr! (So wie immer eigentlich)

Cheers
Pfoffie

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