16. Februar 2016 um 12:00 Uhr, 4 Kommentare

Ich wurde verletzt, verunstaltet, einen Kopf kürzer gemacht und an meine Grenzen getrieben

Das alles für einen guten Zweck: Meine Gesundheit

kurzerkopf

Letzte Woche habe ich einen gross angelegten Gesundheits-Check gemacht. Um 8 Uhr musste ich bei MedBase in Luzern sein und schon Mal Blut abgeben. Gleich darauf musste ich in einen Untersuchungsraum, wo man meine Lungen testete. Anscheinend war meine Leistung in eine der beiden Richtungen nicht unbedingt zufriedenstellend. Wahrscheinlich hätte ich erwähnen müssen, dass ich erkältet war. Hätte ich auch getan, hätte ich mich in dem Moment erinnert.

Dann wurde ich verstümmelt! Und zwar, um ein EKG zu machen. Die nette Frau rasierte zwei grosse Löcher in mein wunderbares Brusthaar. Natürlich insistierte sie, dass das keine zwei Wochen brauche um nachzuwachsen und ich insistierte, dass dies so eine Sache sei mit meinen Haaren. Aber ich meinte auch, dass man ja sage, wenn die Haare auf dem Kopf ausfallen, kämen sie sonst überall. Sie lachte, machte eine nette Bemerkung über meine Kopfform und meinen Bart und ich war beschwichtigt. Das Ruhe-EKG war übrigens gut … beziehungsweise normal, was gut ist.

Daraufhin ging’s zur Fettmessung. Die erneut herausfand, dass ich ein Problem mit Fett habe. Und das obwohl ich angenehme 88.1 kg schwer war. Für die Fettmessung musste ich mich hinlegen und sehr interessant verkabeln lassen. Der herzige Fitnesstrainer meinte noch, ich könnte einen kleinen Stromstoss merken. Ich merkte nichts. Wahrscheinlich bin ich schon zu abgestumpft was Stromstösse angeht.

Nach der Messung durfte ich endlich frühstücken. Das war echt toll! Wahrscheinlich hätte man mir aber zu diesen Zeitpunkt alles auftischen können. Ich hatte wirklich Hunger. Es war schliesslich schon 9 Uhr. Normalerweise esse ich, wenn überhaupt, zwischen 6 und 7 Uhr.

Zurück im Untersuchungszimmer wurde ich zu meinet Gesundheit und der meiner Familie ausgefragt. Die Ärztin war etwas geschockt und nannte meine Familiengeschichte «bewegt». Sie könne mich zumindest insofern beruhigen, dass der Brustkrebs meiner Mutter kaum Auswirkungen auf meine Krebschancen hätte. Wie beruhigend. Bleiben nur noch Herzinfarkte und Schlaganfälle. Yay. Schlimmer aber noch: Um sicher zu sein hat die Ärztin noch meine Grösse überprüft. Ich war mir sicher ich sei 1.80m. Es stellte sich aber heraus, dass ich nur 1.78m gross bin. Ich weiss nicht, ob ich damit umgehen kann :). Eigentlich wollte ich mich darüber ausschweigen und einfach mit der Lüge weiterleben. Wer würde es schon merken? Aber ich kann doch meine Blogleser nicht so kaltblütig anschwindeln. Jetzt wisst ihr’s: Ich bin klein.

Schliesslich musste ich noch ein Stress-EKG machen. Dafür wurde ich wieder verkabelt und musste auf einem Fahrrad im strenger radeln. Am Anfang war das noch total easy. Dann wurde es schwerer und schliesslich gaben meine Beine plötzlich den Geist auf. Das war ehrlich gesagt etwas unheimlich. Und dass die Ärztin sagte, dass die Daten am Schluss «etwas auffällig» waren, beruhigte mich auch nicht. Aber eigentlich sei ich gesund und meine Leistung normal und gut. Grundsätzlich habe ich die Praxis also mit einem guten Gefühl verlassen.

Jetzt muss ich zwei Wochen auf eine genaue und ausführliche Auswertung warten. Man sagt ja, Ungewissheit sei am Schlimmsten, aber im Moment geht’s noch. Natürlich werde ich euch über meine Gesundheit informieren, sobald es soweit ist.

Habt ihr auch schon Mal sowas gemacht?

Cheers
Pfoffie

4 Gedanken zu „Ich wurde verletzt, verunstaltet, einen Kopf kürzer gemacht und an meine Grenzen getrieben“

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