21. Januar 2016 um 12:00 Uhr, 2 Kommentare

Zum Glück bin ich ein Kind

Es hat viel Gutes, wenn einem das Urteil anderer egal ist. Ich und der Winter werden trotzdem nicht warm miteinander.

schnee

Schnee ist nicht mein Lieblings. Ganz und gar nicht. Nur Regen mag ich noch weniger. Aber eigentlich mag ich es generell nicht, wenn Dinge vom Himmel auf mich herabstürzen. Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht gegen Regen, Schnee oder Winter. Es ist wirklich grossartig, dass es all die Vielfalt gibt und ich freue mich total, dass es endlich geschneit hat. Dennoch freue ich mich auch schon wieder auf trockeneres Wetter.

Nichtsdestoweniger habe ich es mir gestern Abend beim Warten am Bahnhof nicht nehmen lassen, mit dem Schnee rumzuspielen. Ich watschelte das Perron hoch und runter, der schmalen feinen Schneedüne entlang und manchmal quer darüber hin und her. Bei den erhöhten, noch unberührten Stellen nahm ich mir ab und zu etwas Schnee in die Hände, formte etwas unförmiges und warf sie schliesslich zu Boden. Das war echt unterhaltsam und ich wusste, ich würde euch davon berichten wollen. So zückte ich meine Kamera und versuchte meine Füsse beim Erklimmen der Schneedüne einzufangen. Erst das vierte oder fünfte Foto gelang.

Als ich mit dem Fotoshooting fertig war, sah ich hoch und erkannte, dass mich einige Wartende ziemlich verwundert anschauten. Völlig klar zog ich die Kamera hoch und schnippte ein Bild in die Mitte. Keiner schaute mehr. Ich fühlte mich wie dieser Junge, der sich in Zofingen immer total freut, wenn der Zug kommt. Er freut sich so sehr, dass er ununterbrochen freudig hüpft bis der Zug kam. Wahrscheinlich hat er kognitive Probleme und die Leute starren ihn manchmal geradezu an. Genau so wie mich.

Mir wurde sofort klar, was uns verband: Wir waren beide fröhlich.

Cheers,
Pfoffie

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