1. Januar 2016 um 12:00 Uhr, 1 Kommentar

Happy Birthday to me

Oh mein Gott, oh mein Gott. Morgen werde ich dreissig dabei bräuchte ich noch viel mehr Zeit! 30

Alle zehn Jahre ist man zehn Jahre älter geworden. Und ich habe das Gefühl, dass man es sich alle zehn Jahre bewusster wird. Bewusster, wie die Zeit verrinnt. Bewusster aber auch, wieviel man schon gemacht hat in all dieser Zeit. Und immer mehr drückt die Frage, wieviel Zeit denn überhaupt noch bleibt.

An meinen 10. Geburtstag kann ich mich gar nicht erinnern. Er war bestimmt im Januar, ganz bestimmt 1996 und höchstwahrscheinlich auch toll. Damals hatte ich noch materielle Wünsche, die ich mir nicht selber erfüllen konnte und freute mich somit sicherlich über die Geschenke meiner Verwandten und Freunde. Womöglich war dies der Geburtstag, an welchem meine Gotte mir eine Musikdose aus Einsiedeln schenkte. Ich habe mich bis dahin und seither niemals stärker über ein Geschenk gefreut.

Den Zwanzigsten habe ich sehr gut in Erinnerung. Meine Eltern hatten eine Überraschungsparty geplant und alle meine Freunde eingeladen. Es war super und fühlte sich wirklich speziell an. Mir war klar, dass dies ein Jubiläum war. Klar ordnen wir den Zahlen selber die Bedeutung zu – trotzdem. Fünf Jahre später versuchte ich indes selber eine «Jubiläumsparty» steigen zu lassen. Leider wurde diese dann von einer ultrabösartigen Person unwiederherstellbar gecrashed.

Kommen wir aber zu was Freudigerem: All die Dinge die ich vor 30 erreichen wollte, nun aber doch nicht geschafft habe, unsortiert.

– Einen Bestseller schreiben
– Unglaublich reich sein
– Auf dem Land wohnen
– Autofahren
– Vater werden
– Einen one-hit-wonder Song singen
– Die Welt verbessern

Der Vollständigkeit halber nun auch noch die Liste aller Dinge, die ich vor 30 schaffen wollte und es stolzerweise auch getan habe:

– heiraten

Das sieht jetzt deprimierend aus, aber zum Glück gibt es noch eine Liste, so lange, dass ich sie hier nicht aufführen mag. Die Liste all der Dinge die ich geschafft und erreicht habe, von denen ich nicht mal zu träumen gewagt habe. Sei es auf das Stanserhorn spazieren, 40’000 Schritte tun, ein Brettspiel erfinden oder mit vielen anderen ein Buch schreiben.

Dennoch habe ich etwas Bammel vor morgen. Was, wenn ich mit dem Alter nicht umgehen kann? Was wenn ich einer schrecklichen Torschlusspanik verfalle? Ich habe jetzt wohl etwa ein Drittel meines Lebens hinter mir, aber bei Weitem nicht ein Drittel von dem gemacht, was ich noch machen will.

Ich glaube aber meine Bedenken sind unbegründet. Bisher konnte ich mit allem umgehen und 30 zu werden ist bestimmt eines der kleineren Übel. Und unterm Strich ist nichts Spezielles an dieser Zahl. Man feiert jeden Geburtstag nur ein Mal.

Ich nehme alles etwas zu wichtig. Vor allem wahrscheinlich mich selbst 🙂

Habt ein tolles Weekend!

Pfoffie

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