6. Oktober 2015 um 12:15 Uhr

Meine neue Partei, die «dddp»

Die Wahlen stehen vor der Tür und alles was mir ständig entgegenblickt sind Menschen. Menschen über nichtssagenden Slogans in bedeutungsschweren Farben.dddp

Ich bin nicht gross politisch interessiert. Was nicht bedeutet, dass ich keine Meinung zu politischen Themen habe. Sondern dass ich mich nicht mit Parteien und Parteimitgliedern auskenne. Ja ich weiss, dass die SP links und rot ist während die SVP rechts und grün ist. Ich weiss auch, dass mir das linke Gedankengut besser passt als das rechte. Hier eine Entscheidung zu treffen ist aber auch einfach. Aber was ist mit all den anderen Farben? Diesen mittleren orangen oder gelb-blauen oder den Grünen (mit grossem G)? Die einen sind christlich, die anderen ökologisch. Auch da könnte ich gut auswählen. Aber ich wähle trotzdem nicht. Warum?

Egal welche Partei gerade Werbung macht. Immer sehe ich riesig einen Kopf, darunter ein Name, irgendwo ein Parteilogo und manchmal noch ein Slogan der weder wirklich etwas über die Person noch über die Partei aussagt. Wenn man wählt, wählt man also eine Person und das ist mein Problem. Ich vertraue Personen nicht. Da kann ich noch tausend mal online testen welche Person nun am meisten so tut, als ob sie meine Meinung widerspiegelte. Politiker wären keine Politiker wenn sie nicht grossartige Manipulatoren wären. Vielleicht ist diese Einstellung zynisch, aber ich kann einfach nicht glauben, dass diese Menschen wirklich am Wohle unseres Landes mehr interessiert sind als am Eigenen. Klar wird es Ausnahmen geben. Einer von hundert vielleicht?

Deshalb wähle ich ab jetzt nur noch die «dddp». Bei der «dddp» wählt man keine Person sondern die wirkliche Demokratie. die Abkürzung steht für «digitale direktdemokratische Partei». Jedes Mitglied erhält einen Onlinezugang und kann bei jedem Thema mitsprechen, sofern man will. Die Aufgabe der im Amt sitzenden Politiker ist nichts anderes als das Ausführen und Aussprechen des Parteiwillen. Natürlich auch das Zusammenfassen und verständliche Bereitstellen der wichtigen Fragen. Via Onlinevoting wird die Meinung der Partei bestimmt, die Meinung und Einstellung des Einzelnen Politikers im Amt ist irrelevant – bzw. gleich relevant wie die Meinung aller.

Das einzige Problem: Die «dddp» existiert nicht.

Cheers, Pfoffie

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