10. September 2015 um 12:24 Uhr

Cinderené

Am Wochenende habe ich endlich die Realverfilmung von Cinderella gesehen. Dabei wurde mir etwas klar: Ich bin Cinderella. cinderene

Gut, meine Eltern sind nicht tot und ich habe auch keine (böse) Stiefmutter. Auch bin ich in keiner Weise annähernd so arbeitsam wie das Cinderella ist. Somit gebe ich schon in diesem ersten Absatz zu, dass die Aussage in der Einleitung anmassend und eingebildet ist. Dennoch stelle ich Parallelen fest und habe mal wieder eine schreckliche Erkenntnis im Bezug auf ein Märchen machen müssen.

Ich habe in diesem Blog ja schon einige Male erwähnt, dass ich mich für total nett und hilfsbereit halte. So oft, dass man wohl schon fast Beweise sehen möchte. Ich kann damit aber leider nicht dienen und ich bitte euch einfach, es mir zu glauben. Natürlich bin ich bei Weitem keine Mutter Teresa. Aber ich bin nett genug, dass es stets ausgenutzt wird. Ich bin mir dessen sogar bewusst und gebe trotzdem noch immer die ganze Hand, obwohl ich weiss, dass man gleich den Arm, den Körper und alles mitreissen möchte.

Es gibt aber schon sowas wie die böse Stiefmutter in meinem Leben: Eine dieser Personen, die mich über das Limit ausgenutzt hat. Nennen wir sie «Die Frau». DF hat es so weit ausgereizt, bis ich sie irgendwann per SMS beschimpft habe. Sie hat mich dann angeklagt und ich durfte ein paar hundert Franken Strafe zahlen. Wie Cinderella war auch dort an meinem tiefsten Punkt angelangt und fragte mich: Was bringt mir Freundlichkeit überhaupt, wenn immer die andern gewinnen?

Nun, bei Cinderella kam dann die gute Fee die alles in die richtige Richtung lenkte. Bei mir nicht. Was ist also die Moral dieser Geschichte? Die Bösen gewinnen wenn man nicht übernatürliche Hilfe kriegt? Sollte Freundlichkeit alleine nicht genügen?

Etwas Gutes hat das Fernbleiben einer Fee aber. Am Ende von Cinderella vergibt sie ihrer Stiefmutter. Dank der Fee hat sich alles schnell und ohne vergleichsweise «grossen» Aufwand zum Guten gewendet. Da ist es ein Einfaches, noch immer die gutmütige, vergebende zu sein. Die DF hat mich quasi kaputtgemacht und einen Grossteil meiner wunderbaren Naivität zerstört. Es hat mich stärker gemacht aber nicht unbedingt besser. Vielleicht müsste ich ihr dankbar sein, aber sie hat weder meinen Dank noch meine Vergebung verdient und wird keines je erhalten. Sollte ich sie jemals wieder treffen, würde ich vielleicht anerkennend vor ihr auf den Boden erbrechen haha 😀

Es gibt aber noch eine Parallele. Eine wunderbare: Auch mein Traumprinz konnte von Anfang an durch mein aschedreckiges Äusseres schauen. #Gewinner #HappyEnd und was die DF jetzt macht, interessiert mich nicht mehr, aber ich bin mir sicher es geht ihr schlecht 🙂

Pfoffie

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