10. August 2015 um 12:14 Uhr, 4 Kommentare

Verabschiedet euch von den Haaren

Nachdem ihr euch vor Jahren vom Talipfan verabschieden durftet, sind jetzt die übrigen Haare dran.

Zumindest auf dem Kopf. Das Haar-Thema ist bei mir schon ewig ein akut. Früher Bartwuchs ließ mich schon mit 15 Alkohol kaufen oder bescherte mir Einlass zu 18+Parties. Ein verschwendetes Talent: Beides habe ich als verklemmtes, überkorrektes und uncooles Kind höchstens eineinhalb Mal gemacht.

Natürlich bedeutet früher Bartwuchs auch früher sonstiger Haarwuchs. Am Anfang noch stolz darauf, habe ich mich dann später zum Beispiel für meine Brusthaare geschämt. Das sei unhygienisch und (schlimmer noch!) unsexy. Ein Konzept dass ich noch nie verstand: «Wie kann ‹natürlich› unsexy/-hygienisch sein?» Auch sehr verwirrend war, dass ich selbst Brusthaare an anderen sexy fand. Ich rasierte mir dann 1x die Brust. Es war schrecklich. Schrecklich aufwändig, schrecklich kratzend und ich war noch immer schrecklich datelos. Das Schrecklichste aber war, dass ich mich noch unattraktiver fühlte! Wie ein Schweinchen sah das aus. So dachte ich zumindest.

Auf dem Rücken spriessen die Haare übrigens auch. Dazu habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Meistens sehe ich es nicht, dann ist es gut. Ab und zu erinnere ich mich, dass ich diese Schildpatt-Flecken auf dem Rücken habe. Dann überlege ich mir, sie zu rasieren. Aber zum Glück bin ich dafür zu faul.

Aber nun zum eigentlichen Thema: Ein weiteres, häufiges Symptom starker Körperbehaarung ist schwindendes Haupthaar. Früher waren das noch lustige Geheimratsecken mit vereinzelten Witzen einer Person über eine entstehende Hinterkopfglatze. Letztere wurde zum Glück (noch) keine Realität. Aber meine Haare schwinden tatsächlich. Meine Stirn wird immer höher und lange Haare können immer weniger darüber hinwegtäuschen, dass die Anzahl Haare pro Quadratcentimeter stetig weniger wird. Zumindest auf der Oberseite meines Kopfes. Der «Kopfrücken» ist noch immer sehr gut bestückt. DIESE RÜCKEN IMMER! Auf der einen Seite macht mich das schon etwas traurig und hat mich auch lange beschäftigt. Wie so oft in meinem Leben, habe ich mich aber entschieden, damit zu leben und das Beste daraus zu machen. Diverse Personen haben mir Haartransplantationen und Medikamente empfohlen. Aber auch hier bleibe ich meinem Prinzip treu: Warum sollte ich etwas natürliches verhindern? Zum Glück bin ich keine Frau – als Mann ist schütteres Haar viel salonfähiger. Gerne hätte ich eine tolle Männerfrisur mit vielen, dichten Haaren. Aber dieser Zug ist halt abgefahren.

2011 musstet ihr euch von meinem übermässigen Bartwuchs verabschieden. Dieses Jahr dürft ihr dasselbe wohl mit meinen Haaren tun. Den Coiffeur verlasse ich nun mit einem einfachen 3mm-Schnitt. Und ich befürchte, dass diese Zahl über die Jahre noch kleiner werden wird. Sei’s drum. Ich habe mich dran gewöhnt.

Wenige Haare auf dem Kopf aber dafür sonst überall zu haben 4ist übrigens eine Auswirkung von viel Testosteron. Ich bin SO manly.

Cheerio,
Pfoffie

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