4. Mai 2015 um 12:30 Uhr, 1 Kommentar

In Ōsaka stehen sie doppelt verkehrt herum an

Ōsaka hat uns am wenigsten gut gefallen. Vielleicht wegen unseres Hotels. Vielleicht wegen dessen Umgebung. Vielleicht weil … nach unserem Hiroshima-Aufenthalt gar nichts gut genug hätte sein können. Aber unser Hotel war schon … Naja. Es war aber auch mit Abstand das billigste auf unserer Reise. So billig, dass es im Flur einen Automaten zum Pornosender Freischalten hatte. Dennoch hatte es interessanterweise auch Familien mit Kindern dort. Was auch interessant war: Wir haben in diesem Hotel unsere Kleider gewaschen. War halt günstig, aber irgendwie auch unheimlich. Es war auch das erste Hotel, in welchem wir das Fenster öffnen konnten. Gleichzeitig war es aber das einzige, wo wir das gar nicht gewollt hatten.

Aus diesem Grund sind wir an beiden Tagen unseres Aufenthalts aus Ōsaka geflohen. Am ersten Tag gingen wir die Himeji-Burg anschauen. Gerade waren im April die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen worden und der Hauptturm wieder offen. Die Burg war wirklich sehr schön, sehr interessant und überraschend hoch! Die Treppen nach oben wurden immer steiler und enger und im zweitletzten Stock sagte Daniel etwas, das mir das Blut in den Adern gefrieren liess:

«Das müssen wir alles wieder runtergehen» und omg das mussten wir (natürlich) wirklich. Aber es hat sich gelohnt. Ich kann jedem empfehlen sich die Himeji-Burg anzuschauen und sich darüber zu informieren. Wir hatten uns übrigens den ganzen Tag darüber gefreut, keinen Tempel zu sehen. Himeji ist ja schliesslich eine Burg. Aber was erwartete uns im obersten Stock? Ein Schrein! Zum Glück kein Tempel. 🙂

Am zweiten Tag haben wir auch etwas sehr Kulturelles gemacht:

Jaaaa, wir waren in den Universal Studios Japan. Mit Achterbahn, weissem Hai, zurück in die Zukunft, Minions, Harry Potter und Popmusik. Der einzelne Eintritt kostete mehr als unser Hotel, aber es hat sich echt gelohnt. Ich habe mir sogar einen Sonnenbrand geholt! Was sind schon Ferien ohne Sonnenbrand??

Wir haben zwar auch Ōsaka erkundet, aber abgesehen von einem lustigen Restaurant und einem kleinen Riesenrad (haha #Oxymoron) war da nichts Erwähnenswertes für uns. Aber womöglich tun wir Ōsaka auch Unrecht. Wahrscheinlich hatten wir einfach einen schlechten Start. Wir werden die Stadt, in welcher die Menschen plötzlich wieder normal anstehen, sicher wieder besuchen.

pfoffie

One thought on “In Ōsaka stehen sie doppelt verkehrt herum an”

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