30. April 2015 um 12:13 Uhr, 1 Kommentar

Eintausend Tempel und zweitausend IC Karten und viertausend Arten, etwas zu tun

Japan ist facettenreich. Nicht unbedingt was die Tempel angeht.

Natürlich blieben wir nicht die ganzen zwei Wochen in Tōkyō. Nein, wir zogen schon am Montag weiter nach Kyōto. Dort taten wir etwas für uns enorm unübliches: Wir gingen in das Touristenzentrum. Ein nichtenglischsprechender Herr erklärte uns dort sehr freundlich und sehr gut verständlich, wie wir mit dem Bus zu unserem Hotel kommen.

Eigentlich fürchteten wir uns vor dem Busfahren. Weil uns die Reiseführer erklärt hatten, wir sollten in Tōkyō nicht versuchen, Bus zu fahren. Im Grossen und Ganzen hat mir das ÖV-System in Japan zwar sehr gefallen, aber es war auch unglaublich verwirrend. Bei den einen Bussen musste man vorne einsteigen und gleich bezahlen. Bei anderen hinten einsteigen und beim aussteigen bezahlen. Bei dritten musste man eine Art Billett lösen. Da in Tōkyō anscheinend mehr als 10 Firmen eigene Busrouten anbieten und die Routen sich stark überschneiden, soll man das dort unterlassen. In Kyōto gibt es zum Glück nur zwei (zumindest haben wir nicht mehr ausmachen können).

Ein bisschen blöd ist aber das bezahlen in den Bussen. Bei den Bussen mit Pauschalpreisen, muss man die genaue Summe einwerfen. Zum Glück gibt es sogenannte IC-Karten. Die kann man aufladen um dann im Bus einfach kontaktlos zu zahlen. Und die kann man wirklich überall brauchen. Das ist total super. Mega toll mega super. Ausser dass es natürlich auch hier verschiedene gibt. Wir dachten mit der «SUICA» seien wir auf dem sicheren Dampfer. Wurde doch in Tōkyō deren Logo immer am grössten angezeigt. In Kyōto war dann aber schon irgendeine andere Karte die wichtigste – wir konnten unsere aber zum Glück noch benutzen. In Hiroshima ging sie dann nicht mehr. Womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten und einfach mal naiv in den Bus eingestiegen waren. #peinlich Wichtige Orte haben übrigens ab und zu zwei verschiedene Bahnhöfe und mindestens ebenso viele Bushaltestellen. Sehr verwirrend.

In Kyōto machten wir übrigens vor allem eines: Tempel anschauen. Da war dieser eine Tempel, der hatte einen wunderschönen Garten und mega interessante Gebäude. Man zahlte einen moderaten Eintrittspreis und konnte danach auch noch ein Souvenir kaufen. Es hatte sehr viele Touristen was der Örtlichkeit etwas den «Geist» zu nehmen schien. Ah und es hatte noch ein-zwei Torii und eine mehrstöckige Pagode. «Leider» ist mit diesem Absatz bereits jede Tempel- oder Schreinanlage beschrieben und ich muss auch zugeben: Nach den drei Tagen Tempelrun in Kyōto war mein Verlangen nach Jinjatempelteraschreinen gesättigt. Nein, übersättigt. Dennoch möchte ich keinen Tempelbesuch missen. Alle hatten irgendwas, wo sie sich von den anderen Unterschieden. Hier sollten nun einige Fotos von Torii, Tempel, Schreinen und all ihren Freunden folgen:

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Man hat in Japan wirklich für vieles viele Optionen die alle auf die eine oder andere Art und weise unterschiedlich sind. Zum Beispiel gibt es in jedem vierten Gebäude ein (oder mehr) Karaoke-Lokale. Viermal häufiger gibt es Spielhallen, deren Erfolg ich überhaupt nicht verstehen kann. Aber der Businessmann der da Ewigkeiten irgendwelche Tanzspiele gespielt hat, schien sich zumindest zu amüsieren. Pachinko! Und das ist ja die Hauptsache. Das Problem bei so vielen Optionen ist es aber, irgendwas auszuwählen. Die Unterschiede sind einfach zu minim, wenn überhaupt vorhanden. Trotzdem denkt man als Europäer dann schnell: Ach vielleicht hat es dort vorne ein Restaurant mit noch schöneren Kunststoffmodellen?

Wenigstens gab es nur eine einzige Möglichkeit um Geld von unseren Bankkonti zu holen: 7-Eleven Shops. Eine dennerartige Ladenkette die als einzige Maestro-Taugliche Bankomaten zu besitzen scheint. Von denen gab es zum Glück an jeder Ecke gefühlte fünf. Ausser das eine Mal, dass wir wirklich einen brauchten. Oh und es gab nur einen goldenen Pavillon.

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Cheerio, Pfoffie

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