16. April 2015 um 13:15 Uhr

Game-Review: Ori and the blind forest

Worum es in diesem Spiel geht, will ich eigentlich nicht unbedingt erzählen. Ich möchte euch nämlich nicht die Freude am Entdecken nehmen. Eine der vielen Stärken von Ori ist nämlich genau das. Es gibt so viel zu entdecken. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs.

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So traurig, so berührend, so wunderschön.

Da wir jetzt geklärt haben, dass ich euch nichts über die Story verraten werde, können wir uns allem anderen widmen. Als erstes springt einem bei Ori natürlich die wunderschöne Optik entgegen. Doch es sind nicht nur nette Zeichnungen, die überzeugen. Auch die Animationen sind sehr detailliert, originell und unterschiedlich. Jeder Sprung sieht anders aus und jeder Gegner hat seine ganz eigene Art sich zu bewegen.

Wo wir gerade bei den Bewegungen sind. Die Steuerung ist sehr intuitiv. Böse Zungen könnten nun behaupten, dass das bei einem 2D-Spiel auch nicht schwierig ist. Ohne nachzudenken schiessen mir jedoch diverse 2D-Titel in den Kopf, die es falsch gemacht haben. Ori bringt einem die Steuerung langsam und schrittweise bei. Der Charakter lernt immer wieder neue Fähigkeiten und so muss nicht alles von Anfang an gelernt werden. Manchmal springt der Schwierigkeitsgrad durch die neuen Fähigkeiten zwar etwas zu rasant an und man (oder ich…) dreht fast durch, weil man immer und immer und immer und immer UND IMMER wieder denselben Abschnitt versuchen muss. Ich habe aber herausgefunden, dass es hilft, mit den neuen Fähigkeiten erstmal in bereits besuchten Gegenden nach neuen Geheimnissen zu suchen. So kann man sich frustfrei an die neuen Tastenkombinationen gewöhnen.

Ori macht sehr viel Spass. Nicht nur, weil es schön aussieht und sich gut steuern lässt, sondern weil die ganze Stimmung grossartig ist. Die Musik ist angenehm und interessant zugleich. Die nicht sehr dichte und trotzdem interessante Story wird von sphärischen Stimmen in einer lustigen Fantasiesprache rübergebracht.

Sehr oft fühlte ich mich an andere meiner Lieblingsspiele erinnert. Zum Beispiel die ersten Rayman-Spiele, Limbo oder Waking Mars (mein heimlicher Liebling). Trotzdem ist Ori nicht einfach ein billiger Abklatsch der Jump’n’Run Plattformer. Es bietet einige originelle Features, auf die ich aus dem selben Grund nicht eingehen will, wie schon am Anfang erwähnt.

Zu alledem kommt der Preis: CHF 19.–. Mir fällt kein Argument gegen das Spiel ein. Aber vielleicht sind Jump’n’Run Plattformer einfach genau mein Ding.

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