10. April 2015 um 13:00 Uhr, 4 Kommentare

Ich gehe nach Japan und nehme mit…

japan

Einen Rucksack

Um mein Handy reinzutun und alles, alles alles alles andere.

Einen Rucksack und mein Handy

Um eine Offlinekarte reinzutun. Damit wir uns sicherer fühlen.

Einen Rucksack, mein Handy und eine Offlinekarte

Um unsere Ängste etwas zu mildern. Es ist nicht so, dass ich wirklich angst davor hätte, in Japan verloren zu gehen und ich bin mir auch ganz sicher, dass keine Karte der Welt uns dabei helfen wird, Menschen anzusprechen. Aber irgendwie fühlt es sich folgendermassen an: «Hast du eine Karte und weisst wo du dich darauf befindest, bist du offiziell nicht verloren»

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte und viel Angst

Um … ach, es gibt halt Dinge, die man mitnehmen muss, auch wenn man nicht will.

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst und genauso viel Freude

Ich bin ja eigentlich nicht unbedingt eine Person, die sich fest über Dinge freut. Unterbewusst wahrscheinlich, weil ich angst davor habe, enttäuscht zu werden. Dennoch freue ich mich wirklich auf diese Ferien! Selbst wenn alle Erwartungen enttäuscht werden, waren wir trotzdem in Japan — ausser wir kommen nie dort an… Aber selbst dann hätten wir höchstwahrscheinlich etwas unglaubliches erlebt. Etwas, das wir beide noch nie erlebt haben und ganz genau darum geht es.

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude und noch mehr Hunger

Als grosser Sushi- und Miso- und Algen- und Nattou–Fan, freue ich mich natürlich sehr auf das japanische Essen. Ich hoffe so fest auf exotisches. Mein Mann hofft übrigens genau auf das Gegenteil. Seine grösste Angst ist, dort zu verhungern. Zum Glück – für ihn – gibt es dort auch McDonalds.

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger und die GoPro

Natürlich nehmen wir unsere GoPro mit. Das ist ja keine Frage, das ist klar, das ist logisch, das muss einfach sein. Ob und wofür wir sie dann aber überhaupt brauchen, das steht meines Erachtens noch in den Sternen. Daniel hat aber anscheinend Pläne. EIN-GE-PACKT!

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger, die GoPro und Sprachkenntnisse

Auch das ist ein Punkt der gleichermassen mit viel Angst und Hoffnung gepaart ist. Zum einen freue ich mich darauf, das magere bisschen Japanisch, das ich sprechen kann, dort anzuwenden. Andererseits habe ich auch angst, dass ich zwar etwas sagen, aber keine Antwort jemals verstehen kann. Hinweise von Landsleuten die meinen «Sorry, aber hier in Japan spricht niemand Englisch» machen mir auch nicht unbedingt Mut. Aber wir haben zum Glück nicht nur eine Offlinekarte sondern auch ein Offlinewörterbuch dabei.

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger, die GoPro, Sprachkenntnisse und Interesse

Wir landen ja in Tokyo, fahren dann über Kyoto nach Hiroshima und über Osaka wieder zurück. Würde uns nur das Essen interessieren, könnten wir uns das Zugfahren sparen. Ich bin so gespannt, wie diese Kultur wirklich ist. Natürlich habe ich schon vieles gehört und gelesen. Aber es hautnah zu erleben, das wird bestimmt einmalig sein.

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger, die GoPro, Sprachkenntnisse, Interesse und neue Schuhe

Ja, ich habe mir gestern Abend noch neue Schuhe gekauft. Die meisten Freunde, denen ich das erzählt habe, fragten mich, warum ich die denn nicht erst in Japan gekauft habe. Aber abgesehen davon, dass meine Schuhgrösse (43) in Japan als «unglaublich extrem gross» gilt und es solch grosse Schuhe anscheinend kaum zu kaufen gibt, ging es meinen Freunden gar nicht darum. Alle dachten nämlich, dass es in Japan viel günstiger ist. Ich musste ihnen dann erklären, dass Japan preislich nicht wie Thailand sondern eher wie die Schweiz – tendenziell sogar teurer – ist.

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger, die GoPro, Sprachkenntnisse, Interesse, neue Schuhe und meine Brille

Obwohl ich meine Brille in Japan keine einzige Sekunde tragen werde, muss ich sie unbedingt mitnehmen. Warum? Ich werde euch die Antwort am 26. April geben. So lange dürft ihr raten. Wer’s herausfindet, kriegt ein physisch vorhandenes Souvenir!!!

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger, die GoPro, Sprachkenntnisse, Interesse, neue Schuhe, meine Brille und Hoffnungen

Eigentlich wollte ich hier Befürchtungen schreiben. So fürchte ich mich vor sprachlichen Barrieren, vor sozialen und kulturellen Besonderheiten. Aber eigentlich will ich mich auf die Hoffnung konzentrieren, dass wir diese überwinden werden. Eine weitere Befürchtung ist der «ich habe das alles schon gesehen»-Effekt. Diese Sache begleitet mich ja auch seit einiger Zeit, ganz egal was ich tue, ich sehne mich immer nach etwas neuem. Doch das Neue kommt nie wirklich, denn ich habe alles schon gesehen. Im TV, auf Fotos, in Computerspielen. Mit Lara Croft war ich schon zwei Mal in Japan … hoffentlich kann ich mich dieses Mal zusammenreissen und bin nicht so enttäuscht, wie ich es vom Gherkin war. Aber ich hoffe das wirklich, denn ich weiss ja jetzt, dass das ein Problem von mir ist.

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger, die GoPro, Sprachkenntnisse, Interesse, neue Schuhe, meine Brille, Hoffnungen und ein paar Pläne

Wir haben uns schon die eine oder andere Unternehmung überlegt. Diese oder jene Insel anschauen, diesen oder jenen Tempel, Strasse, Hund. Aber:

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger, die GoPro, Sprachkenntnisse, Interesse, neue Schuhe, meine Brille, Hoffnungen, ein paar Pläne und ein bisschen Ziellosigkeit

Wirklich verplant sind wir nicht und das freut mich. Natürlich sind alle Hotels gebucht und wir wissen auch schon, an welchen Tagen wir in welchen Städten sind (oder sein sollten). Dennoch ist das meiste offen und wir werden vieles vorneweg nehmen. Natürlich birgt das die Gefahr, dass wir am End‘ einfach rumhängen und Tabemono in uns reinstopfen. Aber soooo schlimm wäre das ja auch wieder nicht.

Einen Rucksack, mein Handy, eine Offlinekarte, viel Angst, genauso viel Freude, noch mehr Hunger, die GoPro, Sprachkenntnisse, Interesse, neue Schuhe, meine Brille, Hoffnungen, ein paar Pläne, ein bisschen Ziellosigkeit und gueti Luune!

Das sagt man ja immer gerne und es nervt immer alle, die es lesen müssen. Aber in unserem Fall ist es wirklich wichtig. Denn Daniel und ich werden wohl ununterbrochen streiten. Das ist so ein Ding zwischen uns: An jedem neuen Ort streiten wir – und in Japan gibt es keine alten Orte. Deshalb ist eine gute und grosse Prise gute Laune wirklich wichtig 🙂

Das war’s! Mehr brauchen wir nicht. Die Rucksäcke sollen ja so leer wie möglich sein, damit wir viele Sachen kaufen und mit nach Hause nehmen können. (was wir aber eh nicht machen werden – wir machen sowas NIE)

Übrigens: Unser Flug sollte genau jetzt – um 13:00 – abfliegen. Aber wir kennen ja Flugzeuge, die sind niemals on time.

Habt schöne zwei Wochen. Am 26. bin ich wieder da.

Pfoffie

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