3. März 2015 um 12:23 Uhr, 1 Kommentar

Das Geheimnis des Reichtums

Gerade habe ich mal wieder Steuern bezahlt. Das war echt schlimm. Es waren zwar «nur» die niedrigeren der beiden Steuerarten – aber diese Rechnung hat sich dank unserer Eheschliessung ja beinahe verdoppelt. Mein total lieber Ehemann lässt mich diese Last ja alleine tragen … Gut ich gebe zu: So ist es nicht ganz. Ich habe die Steuerrechnung bezahlt, weil ich es eben gerade konnte. Ich konnte es, ohne dass ich den Rest des Monats fasten müsste, ohne mir generell Sorgen um mein Überleben zu machen, ohne mich bei jeder weiteren Ausgabe fragen zu müssen, ob ich mir das überhaupt leisten darf. Heute haben wir uns teures Biofutter gekauft, nächsten Monat fliegen wir nach Japan, am Wochenende kann ich mir ausnahmsweise Wellness leisten. Wer mich persönlich kennt, weiss, dass das ein Riesending ist. Früher musste ich bei jedem Rappen dreimal überlegen, ob ich ihn wirklich anbrauchen darf.

gold

Und ich habe tatsächlich herausgefunden, wie man Geld spart. Ich gebe ja zu, eigentlich habe ich einfach das getan, was mir alle, aber auch wirklich alle immer gesagt haben: Ich habe einfach weniger ausgegeben. Genauer gesagt habe ich nichts mehr auf Pump gekauft. Früher habe ich oft Dinge auf Rechnung bestellt. Heute tue ich das kaum mehr. Einfach, weil ich genau weiss, dass ich die Rechnungen immer verschlampen würde. Und dann käme immer mehr und mehr und mehr zusammen. Zweite Mahnung? Wär mir egal. Besser man hält sich selbst von den gefährlichen Dingen ab.

Es ist aber natürlich nicht wirklich so, dass wir nun im Geld schwimmen. Ganz und gänzlich gar nicht. Die Ferien in Japan haben wir uns letztes Jahr am Arsch abgespart und wer weiss, wie lange die aktuelle «Hochphase» anhält. Im Moment stelle ich wieder eine ganz blöde Tendenz fest: Ich fühle mich, als würde ich mit Geld um mich schmeissen. Ganz so, als ob’s an den Bäumen wüchse. Wie mit dem Abnehmen muss ich auch hier wohl für immer aufpassen, nicht in die alten Verhaltensmuster zurückzufallen. Höchstwahrscheinlich bin ich einfach kein Mensch der mit Freiheit umgehen kann und muss mir selber immer wieder Grenzen aufstellen. Wahrscheinlich müssen das aber wohl alle Menschen und ich musste einfach fast 30 Jahre alt werden um das herauszufinden.

Am End‘, so scheint es mir, ist «Geld haben» aber nicht nur eine Frage des Einkommens. Sondern eher eine Entscheidung. Möchte man lieber etwas zur Sicherheit auf die Seite legen oder Dinge besitzen? Ehrlich gesagt bin ich hin und her gerissen. Zum einen dachte ich immer, ich bevorzugte Letzteres. Etwas zu besitzen macht doch viel mehr Sinn, als einfach ein paar Zahlen irgendwo in einem Konto gespeichert zu haben. Auf der anderen Seite ist es so beruhigend zu wissen, dass ich momentan wenigstens ein bisschen was für Notfälle (einen Fernseher? einen Staubsauger??) auf der Seite habe. Übrigens: Wir sprechen hier von einer Summe, die noch immer weit unter dem liegen, was andere für viel halten. Ich fühle mich schon ab mickrigen 2000.- Franken sicher. Haha! So bleibt auch beim Sparen immer noch «viel» Geld für Müll – wie zum Beispiel Biofutter. Ich freue mich so, mir Bio leisten zu können!! (Ehrlich gesagt hat das mein Mann bezahlt haha – aber ihr versteht sicher worauf ich hinaus will)

… so und der nächste Schritt vor dem Baby wäre es dann, die Wohnung aufzuräumen 🙂 juhuuu.

– Pfoffie

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