17. Februar 2015 um 12:34 Uhr, 2 Kommentare

Der motivierte Jahresanfang

Ich scheine im Februar gerne viel zu posten, aber leider zieht sich das dann irgendwie nicht das ganze Jahr durch weiter. Woran könnte das liegen?

Es war nicht jedes Jahr so. Aber es ist schon auffällig. Letztes Jahr war es ganz aufdringlich: 10 Posts im Februar. 7 im Januar. So viel hatte ich, ausser im November, nie mehr. Dies ist der zwölfte Post im Februar dieses Jahr. Ich scheine also ähnlich motiviert zu sein. Und ich habe mir auch vorgenommen, mehr zu schreiben. Mein inoffizielles Ziel ist ein Blogpost pro Arbeitstag. Im Moment geht das noch einigermassen gut und ich habe auch noch das eine oder andere Thema in petto. (Gerade in diesem Augenblick ist mir wieder etwas in den Sinn gekommen.)

Aber die Themen sind nicht unbedingt das Problem. Es gibt Themen, die ich schon so lange in den «Entwürfen» mitgezogen hatte ohne darüber zu schreiben, dass ich sie schliesslich löschen musste. Ich hatte schlicht vergessen, was ich eigentlich sagen wollte. Ich schreibe gern, das ist zumindest mein offizielles Statement. Aber trotzdem ist Schreiben eine anstrengende Sache. Und alles, was irgendwie anstrengend ist, birgt eine gewisse Tendenz, herausgeschoben zu werden. Eigentlich würde ich am Sonntagabend gerne die Posts bis Mittwoch geschrieben haben. Das hatte ich mir letzte Woche vorgenommen und es hatte auch geklappt. Jetzt ist es «Gesternabend» (also Montag) und ich schreibe an diesem Artikel. Ist das bereits ein Zeichen eines Motivationsverlustes?

Ich hoffe nicht. Aber man kann das ja nie wissen. Womöglich ist es nächste Woche schon wieder fertig mit der Lust und ich schreibe nichts mehr. Ob es überhaupt jemand merken würde? Die Feedbacks zu meinen aktuellen Beiträgen sind ja gut, die Statistiken in Ordnung. Die Frage bleibt aber, wofür genau ich das aber eigentlich mache. Schreibe ich für mich? Schreibe ich für meine Freunde? Aber das sind Fragen für Freitag. Es ist aber sehr interessant für mich, zu sehen, wie mich die Leserzahlen weder motivieren, noch demotivieren. Ich schreibe diesen Text hier, ganz unabhängig davon, wie viele Leute es lesen.

Wie Carrie Bradshaw

Womöglich will ich mich einfach ein bisschen wie Carrie Bradshaw fühlen. Auf dem Bett oder Sofa mit dem aufgeklappten Laptop liegen und vor mich hin plätschern. Meine Gedanken und Meinungen in den Äther schicken und hoffen, dass es irgendwann irgendwer liest? Zwischen mir und Frau Bradshaw gibt es viele Unterschiede. Ein Grosser ist ihre Bekanntheit. Quasi jeder las ihre Kolumne. Der wichtigere Unterschied ist jedoch, dass sie genau wusste, was sie konnte und was sie wollte. Sie hatte eine Linie und das ist wohl, was mir fehlt. Bin ich schon zu alt um noch immer wie ein Irrer nach meiner Bestimmung zu suchen?

Nein! Denn jetzt will ich eine Kurzgeschichte schreiben.

Bis Morgen, treue Leser.

Pfoffie.

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