23. Februar 2014 um 18:23 Uhr, 1 Kommentar

«The Philosophers» Filmreview

Ich mag kein Cineast sein, Filme sind aber dennoch eine meiner liebsten Unterhaltungsprodukte. Vor allem Insbesondere Zumindest wenn es gute sind. Ab und zu mache ich sogar ein Review über einen Film. Entweder weil er mir gut genug oder schlecht genug für ein Review erschien. Genau das mache ich nun auch mit diesem Film. Die Frage ist nur, ob er zu gut oder zu schlecht war, um reviewed zu werden. Nein, das TL;DR hat diese Frage noch nicht beantwortet.

Vor etwa einer Woche sprang mir plötzlich dieser neue Film aus dem AppleTV-Menü entgegen. Ich weiss nicht genau, was mich dazu brachte, den Film genauer anzuschauen. Das deutsche Cover war es zumindest nicht:

The Philosophers DVD-Cover

Findet Ihr nicht auch das sieht wie vom Praktikanten gemacht aus? Es muss sein erster Praktikumstag gewesen sein. Ein Montag. Zum Glück gibt es in AppleTV keine Möglichkeit, Covers grösser anzuschauen. So las ich also den Beschrieb … Nukleare Apokalypse … 21 Menschen, nur Platz für 10 im Bunker … Berufe wurden zufällig zugeteilt. Da stutzte ich. aber der nächste Satz klärte bereits auf: Das ist alles nur ein Gedankenexperiment. Natürlich liess man in der Beschreibung das Wort «nur» weg. Man will ja die Actionliebhaber nicht abschrecken. Deshalb wurde auch noch schnell hinzugefügt, dass das Experiment eine «gefährliche Eigendynamik» bekommen würde.

Und ja, der Film hat Action. Die Effekte sind zum Glück um Längen besser als das schreckliche Cover.

philo_screenLeider habe ich grad keinen besseren Screencap gefunden. Glaubt mir einfach: Es hat viele tolle Einstellungen und Actionreiche Effekte.

Ich versuche nun, ohne zu spoilern, meine Gedanken zum Film wiederzugeben. Die Ideen zu und in diesem Film gefallen mir sehr gut. Es ist gewagt, einen solchen Film zu machen und ich befürchte auch, dass er nicht sehr erfolgreich war. Hier kam er ja direct-to-video und nie im Kino. Wie es in den USA war, weiss ich aber nicht. Der eigentlich offizielle Titel «The Philosophers» (in den USA wurde er zu «After the Dark» umbenannt) deutet ja bereits an: Es ist ein philosophischer Film und auch die Beschreibung stellt klar, dass es sich bei der Apokalypse nur um ein Gedankenexperiment handelt. Am besten schaut ihr euch auch mal den Trailer an.

Da es mehrere Gedankenexperimente im Film gibt, regt er immer wieder dazu an, mit seinen Gspändli darüber zu diskutieren, wie man in ebenjener Situation reagieren würde. Das ist super! Dasselbe gilt natürlich auch für das grosse, nukleare Gedankenexperiment. Gleichzeitig versucht man die Gedankengänge der Protagonisten zu erraten, erfühlen, er…wasauchimmern. Es ist sehr spannend und gleichzeitig auf eine seltsame Art und Weise lehrreich. Man sieht, woran man bei seinen Entscheidungen nicht gedacht hat. Irgendwann ist das grosse Experiment vorbei und man fragt sich, was richtig und was falsch war oder gewesen wäre. Man fragt sich, ob es überhaupt ein Richtig und Falsch gibt in einer solchen Situation. Und man hat interessanterweise Lust, selbst irgendein Gedankenexperiment durchzuführen. (Wahrscheinlich wäre man aber von den fehlenden Spezialeffekten enttäuscht)

Ihr seht: Ich singe eine Ode auf diesen Film.

Aber dann kam das Ende. Das ist enorm schlecht. So schlecht, dass es den ganzen Film mit nach unten zieht. Ich war fast wütend, weil es so schlecht war. Natürlich gehört es ebenso zum Film und sollte auch geschaut werden. Aber mein Tipp für alle, die den Film schauen wollen: Stoppt ihn bei der Szene, in welcher die Studenten ihre Bücher zurückgeben. Macht eine Pause und diskutiert über den Film, versucht zu erraten, wie es weitergehen könnte und dann schaut ihn zu Ende. Ich befürchte, ihr werdet enttäuscht sein.

Zusammengefasst: Grossartiger Film mit schrecklich doofem Finale, das man aber (gewusst wie) Ausblenden kann. Ein Film für Alle, die gerne etwas intellektuellere Filme schauen, welche aber gleichzeitig auch nicht zu intellektuell sein sollten. Wer abgeschreckt ist von der Prämisse, dass alles nur «Gedankenexperimente» sind, muss sich nur daran erinnern, dass jeder Film nur ein Gedankenexperiment ist. Und Ginny Weasly spielt mit.

Bin gespannt auf Meinungen und Gegenmeinungen.

Cheeriooooo, Pfofilosofie

TL;DR: Ein Film mit Ginny Weasly! Interessant, philosophisch, speziell, regt zu Gesprächen an. Schaut ihn euch an. Das Ende ist scheisse. Wenn die Studenten ihre Bücher zurückgeben, sollte man Stopp drücken.

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