20. Oktober 2010 um 22:27 Uhr, 2 Kommentare

Der Löwe im Apfel oder wie Apple zurück zum Mac kam.

Huuuiiiiii!

Ihr, als meine beloved Blogleser, könnt euch sicher daran erinnern, wie enttäuscht ich von Apple in den letzten paar Gedankenmomenten war. Ein besonders (oder zieHmlich) gutes Beispiel ist folgender Post: Nichts neues in der Einöde des Apfels

Mal ganz davon abgesehen, dass ich inzwischen ein solches AppleTV-Scheissteil besitze und es liebe – besitze ich ja bekanntlich auch ein solches drecks-iPhone und ein iPad (was dort zwar nicht genannt wird, aber man kann das iPad ja mit dem iPhod [was auch immer mein Beweggrund für diese Bezeichnung war] in etwa gleichsetzen).

Was ist also passiert? Ob ich wohl doch der Apple-Sekte verfallen bin? Oder ist es nicht so schlimm und ich habe mich einfach dem Charisma Jesus Jobs‘ ergeben? Oder ist es noch weniger schlimm und ich habe mich einfach ein bisschen verändert?

Wahrscheinlich am ehesten Letzteres. Obwohl ich das Verändern in diesem Falle nicht als etwas Schlechtes einstufen würde.

Nun, was ist denn genau passiert, dass mich dazu brachte, all diese Produkte plötzlich doch gut zu finden und zu besitzen? Ich denke das hat vor allem zwei Gründe: 1. Die Produkte wurden natürlich besser und gerade das iPhone als die zugeknöpfte Bitch existiert so gar nicht mehr. 2. Habe ich erkannt, dass es stinkt, ein Early Adobter zu sein.

Hmm… Ich war immer einer von den Menschen, die Features wollten, aber irgendwie habe ich – beruflich wie auch privat – erkannt, dass in der heutigen Zeit nicht auf Features sondern deren Integration der Fokus liegen sollte. Und das ist ein Punkt, welcher Apple eben schon seit längerem sehr stark berücksichtigt.

Gleichzeitig versucht Apple auch immer innovativ zu sein und eine Aussage von Steve Jobs diesbezüglich finde ich sehr eindrücklich und auch wahr: Innovation kann nicht aus Umfragen entstehen. Und so ist es auch, dass Apple Dinge erfindet, die nicht immer den Geschmack aller trifft. Und warum? Weil wahre Innovation eigentlich immer Avantgarde sein muss. Und genau das sehe ich bei Produkten wie dem iPhone oder AppleTV.

Nun, mal wieder eine lange Rede, bevor ich überhaupt was wichtiges gesagt habe. Denn ja, heute war es mal wieder soweit und ein Apple Event stand vor der Tür. Seltsamerweise war ich aufgeregt. Ich vermutete, unüberraschenderweise, dass wir etwas über das nächste Mac OS erfahren würden, welches wahrscheinlich den Namen Lion tragen werden würde.

Und tata, genau so war’s – wiederum und natürlich, unüberraschenderweise.

Aber sie stellten auch noch andere Dinge vor, zum Beispiel das overdue Release von iLife’11. Es ist wirklich interessant, aber ich war bei dieser Keynote so gebannt wie schon lange nicht mehr. Die Features der iLife-Tools haben mich von der ersten Sekunde überzeugt und auch FaceTime für den Mac, welches wohl iChatAV ersetzt/en soll.

Das Highlight war jedoch Mac OS 10.7 Lion. Zugegeben, es wurde noch kaum etwas gezeigt und die Anpreisung „Wir haben von iOS für Mac OS gelernt“ machte mir etwas angst. Ich erwartete Fullscreen-Applikationen und einen AppStore für Mac OS. Und das klingt schon sehr beängstigend.

Und hier ist, was es beim nächsten Mac OS geben wird: Fullscreen-Applikationen und einen AppStore. OH MEIN GOTT!! DAS IST JA GENAU DAS!! Ja, das ist es. Aber! Beim näheren Darübernachdenken und auch beim Zuhören was Jesus Jobs dazu zu sagen hat, wurde mir klar: Wow, das ist echt clever. Und zwar nicht nur aus Marketing-technischer Sicht.

Zuerst zum einfacheren: Fullscreen Applikationen

Mr. Jobs meinte, dass sich fullscreen-Applikationen bei iPhone und auch iPad sehr gut bewährt hätten. Das ist natürlich klar, dachte ich mir, dort hat es auch kaum Platz für Fenster. Dann kam mir aber mit einem Mal etwas in den Sinn: Meine Mutter. Sie erkennt Fenster nicht. Zumindest auf Mac OS kann sie nicht erkennen, welche Fenster zu welchem Programm gehören und warum es manchmal mehrere gibt und manchmal nicht und ÜBERHAUPT! Ich kann das zwar nicht nachvollziehen, da ich damit aufgewachsen bin. Doch ich kann mir schon vorstellen, dass es für einige Benutzer einfacher sein wird, diese Vollbildschirm-Applikationen zu erkennen und zu auch zu benutzen. Weiter macht es natürlich vor allem bei Applikationen Sinn, auf welchen man dedizierte Arbeiten macht und nur diese sehen will, wenn man sie benutzt. iPhoto, Photoshop, iTunes, ein eMail-Client und noch einige andere bieten sich da sehr gut an.

Ich muss wirklich sagen, dass ich mich beim iPad sehr gut daran gewöhnt und auch die Vorteile zu erkennen gelernt habe.

Und dann: Der AppStore

Ich denke, der AppStore macht den meisten advanced-Benutzern aus einem Grund angst: Mit einem AppStore und somit einer eindeutigen Lizenzierung wird es immer schwierig, die Software über schwarze Kanäle zu erhalten. Ein gutes Beispiel dafür ist Valve’s Steam Service. Auf der anderen Seite muss man aber auch anerkennen, dass ein solches, schwaches unterdrücken von Softwarepiraterie gepaart mit dem plötzlich extrem vereinfachten Distributionsweg eine super Möglichkeit für beide Seiten bietet: Für die Entwickler heisst es: Weniger Herstellungs- und Distributionskosten. Und dies wird Mittel- bis Langfristig für den Kunden niedrigere Software-Preise bedeuten. Weiter kann auch davon ausgegangen werden, dass dieser Store von Apple moderiert werden wird. Das bedeutet zwar, dass es wohl kaum Pornosoftware darüber geben wird, aber auf der anderen Seite ist mir auch sehr gut gegen Viren geschützt.

Da war noch eine Sache…

… die uns Steve Jobs vorstellen wollte: Das neue MacBook Air. Nicht, dass es mich interessieren würde. Da ich ein iPad habe, interessiert mich der Besitz eines solchen Gerätes nicht mehr wirklich. Aber dank diesem Produkt – das kein DVD-Laufwerk hat – wird ein AppStore plötzlich noch viel sinnvoller.

Zugegeben: Das war nun wohl eine sehr starke Lobeshymne auf Apple. Die wahren Beweggründe von Steve Jobs und Apple mögen andere sein, aber ich bin schon wirklich echt überzeugt. Lasst uns abwarten, was die Zukunft dann wirklich bringen mag.

Cheerio, der ApplePfreak

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