31. Mai 2010 um 12:57 Uhr, 3 Kommentare

LOST: Entangled? Das Serienfinale

Gestern war es endlich soweit: Meine Lostkumpels und ich fanden endlich die Zeit, um unsere FOUND-Party zu veranstalten. Kernereignis dieser Party war das Schauen der allerletzten Episode von LOST. Und für alle die dies bisher noch nicht wussten: Ja, LOST wurde, nach Sechs Seasons, die sich wie 12 anfühlten, abgeschafft. Ich werde mich hier jetzt ein bisschen über diese Episode auslassen, mich darüber fragen und erzählen, was ich denke, dass passiert ist und was passieren hätte können (oder sollen). Somit wird der folgende Post Spoiler (dt. Verderbies) enthalten…

Meine Hoffnung

Im Vorfeld hatte ich, trotz dem ALIAS-Fiasko (welches ich damals offensichtlich nicht für ein Fiasko hielt *haha*), die Hoffnung, dass die letzte Staffel und Episode von LOST wirkliches Licht in’s Dunkel bringen würde. Ich hoffte auf Antworten zu Was ist die Insel? oder Wer kam wann warum wohin und woher?

Meine Befürchtung

Seit eben vorher erwähntem Fiaske lag mir aber natürlich auch die Angst vor einem Abschluss ohne Antworten im Magen. Eine letzte Episode, die nicht beantwortet, sondern abschliesst. Oder eine Episode die sogar noch mehr Fragen aufwirft.

Das Ende

Nun, was war’s denn nun? Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Vorallem aber ein Abschluss.

Das Finale der fünften Staffel endete ja damit, dass die gute Juliette die Bombe detonieren liess, mit welcher unsere Protagonisten verhindern wollten, dass alles überhaupt jemals passieren würde. Die sechste Staffel begann dann damit, dass eben jene Protagonisten, auch welche, die schon lange tot gewesen waren, wieder im Flugzeug sind, über die Absturzstelle hinüberdüsen und heil in LAX ankommen. Man denkt, wow, die haben’s ja wirklich geschafft und whatever happened, happened doch gar nicht so wirklich und unbedingt.

Gleichzeitig gab es auch noch eine andere Zeitlinie welche eigentlich die normale ist. Dort hat’s irgendwie nicht so richtig geklappt und der incident war schon immer eine Atombombe – tja whatever hap… In dieser besagten, normalen, Zeitlinie stirbt die gute Juliet, die fast alle toll fanden, und sagt als Geist noch schnell: it worked. Was für alle Zuschauer klar bedeutet: Oh, es hat geklappt, darum sehen wir diese andere Dingsbumsblabla wo’s gar nie passiert ist. Später stellt sich aber heraus, dass sie mit it worked nicht den Versuch, eine andere Realität zu erschaffen, sondern einen Apollo-Riegel zu ergattern, gemeint hat.

Ganz genau: Denn schlussendlich, und das war der grossartige, wichtige und tiefgründige Inhalt der letzten Episode, waren alle im Flashsideways (wie sie die Welt wo’s nicht geschah nannten) schon tot. Der Flashsideways war also eine Art Fegefeuer…

Meine Meinung

Also wir haben da diese Insel. Die hat voll die gangstrigen Features wie Autoheilung, Autoabtreibung, Zeitreisen, einem Rad, dass die Insel verschiebt (jaja, das gehört zum Zeitreisen), Elektromagnetismus, ein böses Monster aus Rauch und noch so vielem mehr. Es ist also eigentlich die absolute inbrunnst einer Wunderinsel, wo scheinbar alles möglich ist… und die Lösung für die alternative Zeitlinie ist  David Lynch???

Das, meine guten drei Leser, die diese Episode schon sahen und deshalb bereits jetzt lesen, verstehe ich nicht. Was machen diese Flashs überhaupt für einen Sinn, wenn es sich nur um das Afterlife der Protagonisten handelt? Logisch können Sie damit eine superkuschelige Wir treffen uns jetzt grad alle wieder-Sequenz durchziehen, das hätten Sie doch aber auch mit einer vollkommen anderen Lösung gekonnt.

Ansonten war die letzte Episode toll. Sie war spannend, interessant und sogar rührend. Und dassoll man ja auch nicht unterschätzen.

Mein Lösungsvorschlag

Was man meiner Meinung nach hätte machen können ist folgendes: Das ausstöpseln des Lichts hätte funktionieren  können und während all die Losties in dieser intrareligiösen Kapelle sitzen, würde die Insel zerstört und die Seeeeeelen herüberwandern… Oder sie wären nochmal timegetravelt, hätten verhindert die Insel von Anfang an untergehen lassen und dann wär auch irgendwie alles zusammengekommen. Es hätte natürlich und eigentlich den Tod jedes Inselmitglieds nachsich gezogen, was aber vollkommen irrelevant wäre, weil die in der Kapelle sich ja an alles erinnern und somit beide Geschichten gleichzeitig in ihnen weiterleben.

Meine Erklärung

Nach der Episode herrschte bei uns ein leichter Grad der Verwirrung: Waren sie jetzt schon die ganze Zeit tot? Dass Kate und die anderen aus dem fliehenden Flugzeug auch dort sind, bedeutet, dass das Flugzeug abgestürzt ist, oder? …

Meiner Meinung nach ist es so: Jenes ultraunsinnige Fegefeuer existiert Zeitübergreifend – Das wird ja auch vom Christlichen Schafhirten so gesagt. Wir wissen somit nicht, wann die anderen gestorben sind. Wir wissen also nicht, was passiert ist, nachdem sie zurückgekehrt sind, ob sie überhaupt zurückgekehrt sind. Wir wissen auch nicht, wann’s mit Hurley und Ben aus war. Was wir wissen ist einzig, dass sie irgendwann starben oder sterben werden, was ja aber auch in der Natur der Sache des Lebens liegt.

Meine Fragen

Nichtsdestotrotz gibt es noch einige, wirklich einige, offene Fragen, die vielleicht jemand beantworten kann, der nicht Ich ist.

Weiter gibt es noch so viele andere Fragen und offene Punkte zu LOST, dass ich mich kaum an alle erinnern kann.  🙂

Aber, und das muss einfach wirklich nochmal gesagt sein: Ich bin zwar traurig, dass es vorbei ist, aber trotzdem zufrieden damit, wie und dass es aus ist.

cheers, euer Pfoffie

3 Gedanken zu „LOST: Entangled? Das Serienfinale“

Kommentar verfassen