8. September 2008 um 0:16 Uhr, 6 Kommentare

Spore – Das Spiel der Degradierungen

Spore, DAS Computerspiel des Jahres. Sozusagen das iPhone unter den Games *haha*
Ein Riesenhype also.
Wen wundert’s da, dass ich gleich eines dieser Games für mich besorgen musste? K E I N E R (Ist ja auch total DER Antitrend, wenn man Riesenhypes folgt)
Wie auch immer, wer keine Ahnung hat, wovon ich spreche, hier gibt’s den Trailer:

Wie man im Trailer sieht, geht’s in dem Spiel in erster Linie um Evolution (und Revolution). Man kreiert eine Spezies, gibt ihr einen Namen und entwickelt sie weiter. Wird zu einem Landwesen, entwickelt sich wieder weiter, gründet einen Stamm, bastelt Arme, Füsse, Mäuler, Augen, Schrammen und „so zeugs“ an die Kreatur und wird letztendlich zu einem Staat. Dort ist man dann etliche Stunden damit beschäftigt, Häuser, Fahrzeuge, Flugzeuge, Schiffe und „so zeugs“ zu kreieren. Hat man das dann mal geschafft und die Herrschaft über den Planeten errungen hat, bastelt man weitere Stunden lang ein UFO und dann wird die Galaxie infiltriert. Begleitet wird man dabei ständig von irgendwelchen konkurrierenden Spezies, welche mehr oder minder fremde Spore Spieler von *around the world* kreiert haben.
Ob das nun geil und nach vielen tausend Stunden Spielspass tönt, kann ich nicht beurteilen, für mich klang es jedoch danach, bevor ich das Spiel kaufte. Enttäuscht bin ich grundsätzlich nicht. Es macht irgendwie Spass, auch wenn es immer mal wieder langatmig ist. Das grösste Problem am Spiel bisher ist jedoch die Zielsetzung. Bis jetzt (ich bin gerade in der Phase 4 oder so) hat man ständig irgendwelche Ziele: Werde Kreatur, finde DNS, erweitere dich, mache Freunde, gründe Stadt, übernehme Planet… Dazu kommt, dass das Ganze extrem Linear und in sich selber wiederholend ist. Der Charme und der Spielreiz, welcher durch Ziellosigkeit indiziert wird, fehlt also. Man stellt sich beim Kauf eigentlich eine Art „Die Sims“ vor, wo man einfach viel machen kann. Es ist jedoch überhaupt nicht so – Denn „Die Sims“ baut gerade auf diese Ziellosigkeit auf.
Auch scheint das Spiel sehr viel potential verschenkt (oder aufgespart für Add-on’s) zu haben. Wie zum Beispiel die Möglichkeit, zwei Spezies zu kreuzen oder so. Es ist wie eine Demoversion eines Spiels, das noch kommen könnte (Was ja bei „Die Sims 2“ auch so – Das Spiel wird erst mit den Add-On’s wirklich spielenswert). Daníju meint dazu: „Es ist wie die geschnittene Version eines Horrorfilms“ – Und er hat vollkommen recht, aber dann besteht ja weiterhin Hoffnung auf eine Ab18 Version (haha wie auch immer)
Was vielleicht für einige auch noch den Spielspass trüben könnte, ist der Fakt, dass man durchs Spiel hindurch ständig degradiert wird.
Man startet als Gott, wird degradiert zum Kollektivgehirn (zur Borgkönigin sozusagen *haha*), danach wird man degradiert zum Bürgermeister/Präsident und ganz zuletzt ist man *nur* noch Raumschiffpilot. Scheint irgendwie die falsche Reihenfolge zu sein, nicht wahr? 🙂

Nun denn, abschliessend find ich das Spiel doch recht amüsant und hoffe trotzdem auf irgendwas cooles, add-on mässiges 🙂

greez pf

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