11. Dezember 2007 um 7:17 Uhr, 22 Kommentare

Der Fluch des OpenSource | IT-Anarchie

wow… wooow… hypeee…. HYPE!!! Alles Gratis alles Super. Das ist es, was Software wie „OpenOffice“ oder „Gimp“ versprechen. Linux, als Betriebssystem gehört auch zu den Pionieren der „Gratissoftware“ und hebt sich von der standard-freeware in diesem Sinne ab, dass es „OpenSource“ ist.

Was bedeutet OpenSource?
Nun, das ist eine einfache Frage. OpenSource bedeutet, dass nicht nur das Programm selbst Gratis ist, sondern auch die rohen, programmierten Daten. Somit kann man, wenn man über das gewisse Know-How verfügt, einfach und schnell Erweiterungen und Veränderungen an diesen Programmen vornehmen. Da dies jeder tun kann und dann die Erweiterung an den „Originalhersteller“ schicken kann, kann das Programm immer weiter wachsen und mächtiger werden.

Klingt super? Isses aber nicht.
Es suckt sogar gewaltig. Und eine weitere Sache, die ich auf dieser Welt nicht mag ist, dass alles immer Gratis sein muss. OpenSource ist ein Grund dafür, warum mich mein job langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Da es alles immer in irgendeiner Form gratis gibt, erwartet man von uns Programmierern immer, dass Software innerhalb von zwei Stunden fertig ist und alle möglichen OpenSource Features beinhaltet. Das löst ein gewisses Mass an Herzinfarktrisiko aus.

Tönt rein egoistisch? Isses aber nicht.
Es gibt nämlich auch Punkte gegen das OpenSource Konzept, welche rein den Endbenutzer belasten. Zum einen hat, wenn man das ganze nüchtern betrachtet, kein Schwein einen Überblick über das ganze. Was ist wie weit entwickelt und wo erhalte ich die allerneuste Version und wo finde ich das deutsche Sprachpaket dazu? Fragen über Fragen, die einem nicht mal Google klar beantworten kann.
Das ist aber noch nicht alles. OpenSource-Programme sind immer Tools, welche von der selbsternannten Informatik-Elite erstellt werden. Im Gegensatz zu kommerzieller Software (Auch Google’s Gratissoftware ist kommerziell, jedoch Quersubvenzioniert) werden OpenSource-Tools immer aus einem egoistischen Manko heraus erstellt. „Oh ich muss ein Bild bearbeiten, bin mir jedoch zu Schade um Adobe’s Photoshop zu kaufen, deshalb erfinde ich jetzt mal schnell Gimp„, so hiess es wohl, kurz bevor Gimp entstand. Und das ist das Problem. Da kommerzielle Software enbenutzerorientiert ist, haben die bezahlten Programmierer nur eines im Sinn: Das Programm soweit zu verbessern, dass es für den Endbenutzer einfacher und besser zu benutzen ist. Zusätzlich wird bei kommerzieller Software auch das „Support“ mit Grossbuchstaben geschrieben. Alles dies sind Dinge, welche man bei OpenSource Software vergessen kann.
Supportanfragen werden ungenau und informatikspezifisch beantwortet, WENN sie beantwortet werden. Auch Softwareerweiterungen sind nicht benutzerorientert – Updates entstehen, wenn der Originalprogrammierer selbst ein neues Feature braucht oder wenn irgendwer auf dieser Welt eine Erweiterung dafür schreibt, welche aufgenommen wird. Diese Erweiterungen sind jedoch IMMER Features und NIE ergonomische Anpassungen, welche dem Benutzer das Programm erleichtert.

Genau deshalb geht mir dieser ganze OpenSource-Hype auf den Sack. Vorallem, weil dadurch der Gedanke wach wird, dass Software einfach, schnell und gratis erstellt werden kann / muss. Und das ist einfach nicht Wahr. OpenSource ist daran schuld, dass der ahnungslose Endbenutzerpöbel in seinem Glauben gestärkt wird, dass Software weder physisches, noch logisches Gewicht hat. Wenn wir in einer globalanarchistischen Welt leben täten, könnte ich das ja verstehen. OpenSource jedoch ist die Anarchie auf den Computer beschränkt – Und das funktioniert einfach nicht.

Ich für meinen Teil habe die Vorteile der kommerzprodukte erkannt. Sie sind sauber, funktional, haben Supportservices, werden Benutzerorientiert weiterentwickelt… Und kosten eben ihren Preis. Aber Qualität soll in einer finanzdominierten Welt auch ihren Preis haben und zwar in jeder Branche. Deshalb sollte OpenSource eigentlich geahndet werden wie Plagiatuhren – Denn es zerstört, aufgrund der ignoranz und arroganz der egoistischen Endbenutzer, viele Arbeitsplätze im gesamten, globalen Arbeitsmarkt – Die Einbussen durch OpenSource-Konkurrenz sind möglicherweise sogar schlimmer als die Einbussen durch illegale Softwarpiraterie…

… So, das musst mal gesagt sein.

Greez vom Pfoff

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