Der Fluch des OpenSource | IT-Anarchie

wow… wooow… hypeee…. HYPE!!! Alles Gratis alles Super. Das ist es, was Software wie „OpenOffice“ oder „Gimp“ versprechen. Linux, als Betriebssystem gehört auch zu den Pionieren der „Gratissoftware“ und hebt sich von der standard-freeware in diesem Sinne ab, dass es „OpenSource“ ist.

Was bedeutet OpenSource?
Nun, das ist eine einfache Frage. OpenSource bedeutet, dass nicht nur das Programm selbst Gratis ist, sondern auch die rohen, programmierten Daten. Somit kann man, wenn man über das gewisse Know-How verfügt, einfach und schnell Erweiterungen und Veränderungen an diesen Programmen vornehmen. Da dies jeder tun kann und dann die Erweiterung an den „Originalhersteller“ schicken kann, kann das Programm immer weiter wachsen und mächtiger werden.

Klingt super? Isses aber nicht.
Es suckt sogar gewaltig. Und eine weitere Sache, die ich auf dieser Welt nicht mag ist, dass alles immer Gratis sein muss. OpenSource ist ein Grund dafür, warum mich mein job langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Da es alles immer in irgendeiner Form gratis gibt, erwartet man von uns Programmierern immer, dass Software innerhalb von zwei Stunden fertig ist und alle möglichen OpenSource Features beinhaltet. Das löst ein gewisses Mass an Herzinfarktrisiko aus.

Tönt rein egoistisch? Isses aber nicht.
Es gibt nämlich auch Punkte gegen das OpenSource Konzept, welche rein den Endbenutzer belasten. Zum einen hat, wenn man das ganze nüchtern betrachtet, kein Schwein einen Überblick über das ganze. Was ist wie weit entwickelt und wo erhalte ich die allerneuste Version und wo finde ich das deutsche Sprachpaket dazu? Fragen über Fragen, die einem nicht mal Google klar beantworten kann.
Das ist aber noch nicht alles. OpenSource-Programme sind immer Tools, welche von der selbsternannten Informatik-Elite erstellt werden. Im Gegensatz zu kommerzieller Software (Auch Google’s Gratissoftware ist kommerziell, jedoch Quersubvenzioniert) werden OpenSource-Tools immer aus einem egoistischen Manko heraus erstellt. „Oh ich muss ein Bild bearbeiten, bin mir jedoch zu Schade um Adobe’s Photoshop zu kaufen, deshalb erfinde ich jetzt mal schnell Gimp„, so hiess es wohl, kurz bevor Gimp entstand. Und das ist das Problem. Da kommerzielle Software enbenutzerorientiert ist, haben die bezahlten Programmierer nur eines im Sinn: Das Programm soweit zu verbessern, dass es für den Endbenutzer einfacher und besser zu benutzen ist. Zusätzlich wird bei kommerzieller Software auch das „Support“ mit Grossbuchstaben geschrieben. Alles dies sind Dinge, welche man bei OpenSource Software vergessen kann.
Supportanfragen werden ungenau und informatikspezifisch beantwortet, WENN sie beantwortet werden. Auch Softwareerweiterungen sind nicht benutzerorientert – Updates entstehen, wenn der Originalprogrammierer selbst ein neues Feature braucht oder wenn irgendwer auf dieser Welt eine Erweiterung dafür schreibt, welche aufgenommen wird. Diese Erweiterungen sind jedoch IMMER Features und NIE ergonomische Anpassungen, welche dem Benutzer das Programm erleichtert.

Genau deshalb geht mir dieser ganze OpenSource-Hype auf den Sack. Vorallem, weil dadurch der Gedanke wach wird, dass Software einfach, schnell und gratis erstellt werden kann / muss. Und das ist einfach nicht Wahr. OpenSource ist daran schuld, dass der ahnungslose Endbenutzerpöbel in seinem Glauben gestärkt wird, dass Software weder physisches, noch logisches Gewicht hat. Wenn wir in einer globalanarchistischen Welt leben täten, könnte ich das ja verstehen. OpenSource jedoch ist die Anarchie auf den Computer beschränkt – Und das funktioniert einfach nicht.

Ich für meinen Teil habe die Vorteile der kommerzprodukte erkannt. Sie sind sauber, funktional, haben Supportservices, werden Benutzerorientiert weiterentwickelt… Und kosten eben ihren Preis. Aber Qualität soll in einer finanzdominierten Welt auch ihren Preis haben und zwar in jeder Branche. Deshalb sollte OpenSource eigentlich geahndet werden wie Plagiatuhren – Denn es zerstört, aufgrund der ignoranz und arroganz der egoistischen Endbenutzer, viele Arbeitsplätze im gesamten, globalen Arbeitsmarkt – Die Einbussen durch OpenSource-Konkurrenz sind möglicherweise sogar schlimmer als die Einbussen durch illegale Softwarpiraterie…

… So, das musst mal gesagt sein.

Greez vom Pfoff

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22 Kommentare

  1. yeah, wedda ftw 🙂

    ähm… dreamdancer… wer bist du???… ts ts ts… wie kann man nur… wieee kaaann maaaannn nuuuurrR??? 🙁 dabei ist office 2007 sooooo geil

  2. vielleicht gewöhnt man sich ja mit der Zeit dran?… So wie man sich an die Windows-fehler gewöhnt…
    nun ja… ich mags trotzdem net .P

  3. lol, Office 2007 ist Kacke. Versuch damit ein 20MB Dokument mit Bildern im Griff zu halten 🙂 Das funzt mit Open Office problemlos.

    Ich verstehe Deinen Standpunkt, aber es sind nicht wirklich Argumente die Du da gegen Gratis-Open-Source-Software bringst (mit der betonung auf Gratis). Open Source ist an und für sich eine gute Sache.

    Weisst Du was das genialste an der Open Source Szene ist? Sie bewegt… Sie bewegt im Sinne davon, dass eine Bude einfach ein Programm überteuert ausliefern kann. Dann kommt noch der Service, das kostet, Updates, die kosten, und so weiter und so fort. Undurchsichtig und arrogant. Service mit der kommerziellen Software wird erst seit dem OS Hype gross geschrieben – Und das nicht mal in allen Buden, bestes Beispiel: Symantec.

    Open Source ist genial und es gibt wirklich geniale Alternativen. Als Office Gegner (eben weil es überteuert ist, eben weil kein Service mit dabei ist, etc.) bin ich froh, dass ich auf die Alternative switchen kann. Was machen Schüler? Schüler ohne Geld? Auch die Schullizenzen kann sich ein Schüler nicht leisten! In der IT Lehre musste ich zB VB kaufen, weil man doofe Aufgaben damit lösen musste. Wo wollte ich das Geld für ein VB Studio her nehmen? Was meinen die Lehrer dazu: Kopiert es untereinander oder ladet es vom Internet. NEIN! Ich bin GEGEN Schwarzkopien!

    Ist ja auch nicht so, dass Open Source Software nicht Subventioniert werden würde. Ist eben einfach schlau eingerichtet das Ganze 😉

    Und der Gedanke, dass ein USER etwas zur Verbesserung der Software beitragen kann ist grandios – Da können sich sehr viele Buden einen grossen Stück davon abschneiden!

    Heute ist es eh so, dass die Bevölkerung wieder vermehrt Wert auf Qualität und Service legen: Also, das ist nun ein Tipp und jeder kann damit dort das anpacken, was wirklich wichtig ist 😉

    Pfoffie, welchen Browser benutzt Du eigentlich?

    :-p Patric

  4. Gut, wenn ich jetzt eine Uhr kaufe, die genau so aussieht wie eine Rolex, es steht aber Polex drauf, dann mache ich mich strafbar? warum? Weil das herstellen einer R-Rolex viel mehr geld kostet? … du wirst sagen: nein, eine Rolex blabla ist genau dasselbe blabla…

    Ich bin schockiert, dass du, ein Mensch der Foren und Ähnliches erstellt, nicht sieht, was für ein enormer Aufwand es ist, Software herzustellen. Dass gewisse Software überteuert ist, ist mir auch bewusst, das rechtfertigt jedoch noch lange nicht das erstellen von gratisplagiaten. Das widerspiegelt ein weiteres mal die inkonsequenz des menschlichen Pöbels. In der Realität wird man geahndet, wenn man etwas nachbaut, dass ein anderer erfunden hat. Tut man dies jedoch in der surrealität der Bits, ist man ein Held und super… Das ist verrat an der eigenen Gilde.

    würde ich mich in der extravirtuellen nicht strafbar machen mit einer Polex-Uhr, hätte ich viel weniger probleme mit der OpenSource-Plagiaterie…

    sooo….

  5. Du hasts heut irgendwie mit dem „Pöbel“…

    Schlecht geschlafen? Schlechter Sex? Oder der abgelaufene Grüntee? 😀 😀 😀

    Just kidding…

    Greets

  6. hihi jetzt machst du auch noch meinen super semiopensource grüntee fertig? 😀 dir bring ich mal wieder ne Kaki .. duuuuuu 😀

    … mein Text ist leichter gedacht als er vielleicht rüberkommt… ich reg mich nicht auf oder so – für den fall, dass ich diesen eindruck machte 🙂

    Aber um alle fragen zu beantworten:
    Kaum geschlafen…
    Wenn mal sex, dann meistens sehr schlecht…
    Schon länger kein Grüntee mehr
    und übrigens: Safari ist der Browser meiner wahl 😉

    greeez pfoff

  7. Also nach diesem Artikel werde ich wohl Deinen pflog aus meinem Reader entfernen.

    Anstatt so einen wuterfüllten und frustrierten Artikel zu schreiben hättest du dich doch konstruktiv über Open Source informieren können:
    Open Source bedeutet soviel wie Quelloffen, also dass du(oder ein Code Reviewer, denn du damit beauftragst) anschauen kannst was das Programm macht und so keine Sicherheitsrisiko eingehst. Es gibt auch viele Open Source Software(OSS), welche man bezahlen muss, im gegensatz zu proprietärer closed source software kannst du dort jedoch nach dem bezahlen der Lizenzgebühr auch den Quellcode verwenden.

    Free Software hat auch nichts mit gratis und nichts bezahlen wollen wie von Dir unterstellt zu tun, es geht nicht darum, dass etwas (kosten)frei wie Freibier ist, sondern darum, dass etwas frei im Sinne von freiem Denken ist.

    Seit meinem Jobwechsel arbeite ich in einer Firma, welche Ihr Geld unter anderem mit OSS verdient, oft ist hier tatsächlich nicht alles so gut dokumentiert wie z.B. im MSDN, doch Support erhält man meistens wenn man gezielt fragt und sich vorher schon etwas in das Thema reingelesen hat. Bei Microsoft musst du für Support viel Geld bezahlen, bei OSS hast du diverse Möglichkeiten dazu.

    Soviel zur Theorie. Zu deinem ursprünglichen Problem: Jeder hat die Kunden, welche er verdient. Als Firma muss man auch mal nein sagen können, wenn ein Kunde trotz mehrmaliger Erklärungsversuche nicht versteht, wieso etwas so lange dauert und soviel kostet. Qualität hat Ihren Preis, doch am Ende kommen die meisten Kunden zurück., nachdem Sie Ihre Versuche mit einem Billiganbieter gemacht haben.

  8. Hehehe, okay – Dann sollten in dem Fall alle nur noch mit Microsoft unterwegs sein und Google müsste man abschaffen 🙂 Dein Vergleich hinkt ein bisschen…

    Natürlich ist das ein Aufwand, sei es für die Gratis-OS-Proggers oder für die Kommerziellen. Hat aber mit Deinem Beitrag nix zu tun und rechtfertigt Deine Aussagen nicht. Ich verstehe Dein Problem 🙂 Ich meine, als einst mal hoch angesehener und gut bezahlter Informatiker, der nun mit der Informatik so viel verdienen kann wie ein Verkäufer, da der Status futsch geht, bin ich ja mitten drin.

    Was ist aber mit der kommerziellen Software? Ist es also auch okay, irgendwelche Indier Software schreiben zu lassen für 5.– CHF pro Tag und die Software dann für 700.– CHF zu verkaufen?

    Hehehe… Nene, der Dreck liegt auch vor der kommerziellen Bude 🙂

    Was ist mit den Menschen die es sich nicht leisten können? Ich zum Beispiel nutze Open Source, vertreibe den damit verbundenen Service über meine eigene Bude und unterstütze OS somit. Ich habe was davon und ohne zu bezahlen, hat die OS Szene auch was davon.

    Gimp nutze ich nicht, ich habe mir Corel gekauft – Weil es einfach besser ist. Aber Office zu kaufen, mit einem doofen Standart, einer schlechten Umsetzung und die Instabilität? Ne… Da nutze ich das für mich funktionierende Open Office.

    Nebenbei: Wo würde die kommerzielle Software heute stehen, wenn sie keine Konkurrenz erhalten hätte? Dass man immer bessere und schnellere und günstigere Rechner kaufen kann, liegt daran, weil Apple und Microsoft einen gemeinsam (geplanten) Konkurrenzkampf führen.

    Ja ich weiss, Fortschritt ist nicht jedem das seine, Veränderungen sind bullshit 😉 Aber vielleicht findest Du ja mal einen Feldstecher und schaust in die Ferne… Mit dem Christentum hats ja geklappt, vielleicht klappts ja auch mit Open Source 😀

    Hehe, knuff Dich,
    Patric

  9. Und ganz so nebenbei bin ich froh, dass ich mit OS-Skripten meine Freunde unterstützen kann. Meine Foren und CMS laufen auf Typo3, Joomla und Orion. Gott sei Dank gibt es da draussen Menschen, die anderen helfen andere zu unterstützen.

    Patric

  10. Und ich bin dankbar, dass Patric seine Freunde so unterstützen kann…

    Thx 🙂

    Mal ehrlich, Pfoffie: ich bin über solche Lösungen wirklich sehr froh, denn mit meinen Einkünften liegt z.B. ein Office 07 – egal ob und wie verbugt es funktioniert – ziemlich über meinen Möglichkeiten. Aber wenn etwas gut ist und sein Geld wert, dann spar ich auch mal ein bisschen..Jedoch sind die Preise bei der Auflage und der Verbreitung überrissen und man könnte fast annehmen, dass sich nur eine elitäre Oberschicht die Dinge leisten darf und die weniger begüterten bluten sollen.

    Darüberhinaus zahlt man bei so einem teuren Produkt oft megaüberrissene Supportpreise und die Helplines verdienen auch überdurchschnittlich.

    Nein ehrlich: ich bin froh gibt es OS und somit auch für Menschen wie mich, manche Programme auch als Normalsterblicher legal auf den Rechner zu holen.

    Greets

  11. …und somit auch für Menschen wie mich die Möglichkeit, sich gute Programme als Normalsterblicher legal auf den Rechner zu holen…

    Hätte es heissen sollen. Wurde durch ein Telefonat aus dem Fluss gebracht 😉

  12. Nicht nur für Dich Dreamy… Wikipedia zum Beispiel basiert auf einem Open Source Skript, dem Mediawiki und bietet Open Source Wissen an. Die Folge daraus ist, dass Menschen auf der ganzen Welt Zugang zum Wissen haben. Auch in Ländern, wo es nicht so einfach ist, in anderen Sprachen und dort, wo Diktaturen herrschen und Bildung nicht gross geschrieben wird.

    Microsofts teures Encarta gibt es ja auch nicht in allen Sprachen und lange nicht in diesem Umfang. Bald wird man in Afrika Wikipedia auf DVDs in Schulzimmern haben: Auf Afrikanisch!

    Ist eine kommerzielle Softwareschmiede so selbstlos, dass sie Verluste in Kauf nehmen würde um solchen Ländern die Chance auf Bildung zu geben? Nein 🙂

    Noch für die anderen, die meinen Microsoft-Spruch nicht verstanden haben: Rolex zu fälschen ist das eine, aber die Möglichkeit der BMW, Fiat und Kia Autos herstellen zu dürfen, hat nichts mit Fälschen zu tun. Der richtige Beispiel den Pfoffie bringen müsste wäre der Vergleich zwischen eine Rolex und einer Swatch. Die Rolexkopie ist eine falsche Sichtweise. Kia ist ein günstiges und gutes Auto, natürlich nicht so extrem ausgestattet und ausgereift wie ein BMW, aber es ist eine Alternative. Dies trifft auf die meisten Open Source Gratisprogramme so zu.

    Open Source hat mir PHP beigebracht… Das ist mal eine persönliche Pluspunktansicht.

    Das andere, was ich schon angesprochen habe, ist das Problem der Interprogrammierer. Pfoffie, vor solchen solltest Du Dich fürchten 😉 Denn wenn Dein Chef merkt, dass er von OS verdrängt wird, wird er einen Inder nehmen und günstiger Produzieren, anstatt sich zu fragen, warum er vom Markt verdrängt wird (vorausgesetzt er hat die gleiche Ansicht und den gleichen Sturkopf wie Du :-D)… Oder einen Deutschen in die Schweiz holen… Sowas halt.

    Nebenbei, hast Du Dich schon gefragt, warum Unternehmen OS Skripte und Software aufkaufen? Hehehe… Kommerzielle Unternehmen spenden in OS Software, lassen weiter entwickeln und wenn etwas reif ist, kaufen sie es auf. Auch die Microsoft, die ach so OS Gegnerin, hat Geld in SugarCRM investiert, damit die Entwickler das Ganze für den IIS kompatibler machen… Das SugarCRM ist Open Source, für die die keinen Service wollen isses Gratis und es ist der LEADER im CRM Bereich. Microsoft weiss das, deswegen wollen sie es aufkaufen.

    Ist günstig und wenn es schief läuft, hat man den geringeren Verlust.

    Kann sich aber auch nur eine Grossbude leisten, sowas. Und ich an Deiner Stelle würde mich fragen, gegen wen ich nun argumentieren würde: Wirklich gegen das, was kollektiv versucht etwas zu erreichen oder gegen die Grossunternehmen die alles unter sich wegschauffeln?

    Hmmm… 🙂
    Patric

  13. 1. woohooo!! leser!! und noch besser… interkativer meinungsaustausch… auf meinem blog..

    2. @ stilo, auch wenn du’s nicht mehr liest: nur mit provokation gewinnt man leser. ist ein typisches politikattribut. Mein Beitrag enthält statistisch gesehen zu wenige Grossbuchstaben und zu wenige Ausrufezeichen, als dass man ihn als Wuterfüllt bezeichnen könnte. Dein Verhalten ist das typische Verhalten eines betroffenen Hundes.

    3. @ rest:
    Ich kann jetzt leider nicht auf jeden einzelnen Punkt eingehen. Will aber einfach am besten noch einmal schnell meinen Standpunkt, angepasst an eure umfassenden erklärungen, festhalten.

    Ich Argumentiere weder für microsoft noch gegen das opensource-konzept. Wie der Titel jedoch schon andeutet (leider konnte ich diese aussage dann im Post selbst nicht ausweiten) herrscht bei der ganzen OS-Sache eine rege Anarchie – das muss es ja auch sein, da das Opensource-konzept entweder als kommunistisch oder als anarchistisch behandelt werden muss. In meinen Augen ist es ganz und gar anarchistisch.
    Anarchie ist eine gute sache, jeder macht, was er kann und teilt es mit allen anderen, welche auch tun was sie können. Dies funktioniert dann, wenn die zwei folgenden Dinge stimmen:
    1. Es gibt keine Machthungrigen, Materialistischen mitwesen in dieser anarchie
    2. Die Anarchie findet auf jeder Realitätsebene statt.

    Beide Punkte stimmen im falle der OS nicht. Warum? – 1. Es gibt genau diese mitwesen, welche essig in’s ganze konzept giessen indem sie eben solche OS-Ware in nicht-os-ware verändern. Diese Wesen leben 2. in unserer, realen, physischen Welt, welche vom Geld und vom materialismus regiert werden. Das ganze konzept KANN also gar nicht fair funktionieren.

    Des weiteren kann man einfach nicht von OS sprechen, wenn eine Firma eine OS-Software kauft, diese dann erweitert und nicht-OS weiterverkauft. Denn wenn dem so wäre, wäre Mac OS ein OpenSource System.

    Um meine Missgunst am Autobeispiel zu zeigen: Kaufe ich einen BMW (so hat der standardmässig übrigens GAR KEINE Ausstattung hehe) so habe ich dort: 1 Motor, 4 Räder, 1 Karosserie… Kaufe ich einen OpenBMW Habe ich vielleicht auch einen Motor, 4 Räder, aber möglicherweise keine Karrosserie – und warum nicht? Nun weil die opensource community denkt, das braucht man nicht. Fragt man nun, was man machen soll, dann heisst es, man solle dieses teil dort holen, und das andere teil da, und mit nur ein paar schraubenzieher griffen hat man schon die OS-Karosserie zusammengestellt. Das ganze macht man dann mit einem super plan, von welchem man so um die 100 verschiedene Versionen findet etwa 50 mal, bis man wirklich zufälligerweise die richtigen teile richtig zusammensetzt – Vorausgesetzt der Schraubenzieher geht nicht kaputt.

    Da hat man nun also seinen supercoolen OS-BMW und auf einmal hat der ne panne, man schreibt ne email an den gratis support und erhält nach einem Tag eine Antwort. Die im Mail enthaltene Antwort würde alle Probleme lösen, nur leider muss man, um sie zu verstehen, mehrere Jahre den Rossetta-Stein studiert haben.

    Noch etwas zur Auto sache. Kia ist nicht das Auto-pendant zu OpenOffice. Kia ist das Autopendant zu Corel Photopaint im vergleich zum Adobe Photoshop. Ein OpenBMW würde fast gleich aussehen wie ein BMW, würde fast gleich funktionieren wie ein BMW und man könnte mit BMW-Schlüsseln den Open-BMW öffnen…

    *ausschweif*
    mehr mag ich nicht schreiben jetzt 🙂

    greeeez pfoff

  14. „Ein OpenBMW würde fast gleich aussehen wie ein BMW, würde fast gleich funktionieren wie ein BMW und man könnte mit BMW-Schlüsseln den Open-BMW öffnen…“

    Hingegen alle anderen Autos würden sich an einem einzigen Standart halten, nur BMW würde einen eigenen Schlüssel verwenden wollen. Also ist es doch mehr als Okay, wenn man den BMW Schlüssel mitliefert, sich nebenbei jedoch an einen Standart haltet 🙂

    „Da hat man nun also seinen supercoolen OS-BMW und auf einmal hat der ne panne, man schreibt ne email an den gratis support und erhält nach einem Tag eine Antwort.“

    Wer das in Kauf nehmen kann, der darf. Auch gibt es viele Unternehmen die OS Software supporten. Eine einfache Mailanfrage an die Microsoft zum Thema Anpassung von Active Sync an den Exchange Server (beides Produkte der MS), was sich als Active Sync Bug herausstellte (absolut scheusslich im Zeitalter von Mobile Communications) kostete sage und Schreibe 260.– EUR! Und die Antwort kam auch einen Tag danach: Es tut uns leid, warten auf nächstes Release, das ist ein uns bekannte Bug.
    Der Endverbraucher hätte mehr für diese Info bezahlen müssen, denn wir haben ja im Rahmen von MS das Hosted Exchange eingerichtet und entwickelt.

    „Beide Punkte stimmen im falle der OS nicht. Warum? – 1. Es gibt genau diese mitwesen, welche essig in’s ganze konzept giessen indem sie eben solche OS-Ware in nicht-os-ware verändern. Diese Wesen leben 2. in unserer, realen, physischen Welt, welche vom Geld und vom materialismus regiert werden. Das ganze konzept KANN also gar nicht fair funktionieren.“

    Richtig! Und wo findet man die? Bei Dir, in Deiner Bude, also dort wo Du für das Programmieren Geld erhaltest und dort, wo die CEOs gegen OS klöneln, weil das ach so Scheisse ist.

    „In meinen Augen ist es ganz und gar anarchistisch.“

    Vielleicht ist das jedoch ein bisschen Beschränkt, eine entweder oder Meinung zu posten – Man könnte ein neues Wort erfinden, die das umschreibt, wo dies auch besser zutrifft. Oder man betrachtet die Open Source Community als… Naja… Open Source Community 😉 Punkt, aus, amen.

    „Das ganze macht man dann mit einem super plan, von welchem man so um die 100 verschiedene Versionen findet etwa 50 mal, bis man wirklich zufälligerweise die richtigen teile richtig zusammensetzt – Vorausgesetzt der Schraubenzieher geht nicht kaputt.“

    Das ist sehr verallgemeinert. Das ist bei allen OS Systemen die ich einsetze nicht der Fall. Dass es viel Bullshit auf dem Markt gibt ist klar, das ist aber nicht nur auf der OS Szene Beschränkt, sondern auf dem ganzen Softwareuniversum.

    „Des weiteren kann man einfach nicht von OS sprechen, wenn eine Firma eine OS-Software kauft, diese dann erweitert und nicht-OS weiterverkauft. Denn wenn dem so wäre, wäre Mac OS ein OpenSource System.“

    Doch. Vorher war es OS und dann nicht mehr. Dann gibt es, wie ausnahmslos immer, eine Abspaltung von Kommerzieller und OS Software – Siehe SUN StarOffice und Open Office. Ist schon okay so.

    Und nein, dem ist nicht so mit dem Mac 🙂 Weil jetzt isses ja kein Open Source, aber sehr wohl auf Unix basierend. Pffff…

    Hehe, schon verstanden: Deine persönliche Meinung ist, dass Du Open Source nicht magst. Ist auch klar, würde mich wundern wenn ein MAC Freak OS Fan wäre. Schliesslich muss man ja das eigene teure System irgendwie rechtfertigen und das geht nur damit „nur anschliessen und es geht“, „installieren und es funzt“ und „ich hatte nie probleme mit meinem Mac!“ 😀 Aber wie gesagt, nicht alle OS Programme sind einfach nur bullshit.

    Patric

  15. Um das ganze, so wie du, extrakontextär und unrecherchiert abzuschliessen sage ich nur noch folgendes:
    Ja ich bin ein beschränkter MAC-Freak der alles andere hasst, weil er keine Ahnung von Computern hat und dumm ist. Was du nicht alles über leute weisst, die du kaum kennst…

  16. Hehe, ich habe Dich nie als dumm bezeichnet, sonst würde ich Deinen Blog nicht lesen. Ausserdem mag ich Dich und grundsätzlich mag ich keine dummen Menschen. Ich wurde nicht persönlich, sondern habe Deine Aussagen kommentiert und kritisiert.

    Eine Ahnung hast Du ja auch, das weiss ich. Einfach eine andere Meinung. Punkt. Da darf ich doch meine kundtun und Du Deine. Punkt.

    Also wenn Du schon Freude über Dein interaktives Blog ausschüttest, dann musst Du schon auch mit verschiedenen Meinungen klar kommen :-p

    Ist ja klar, dass der Programmierer und der Open Source Anbieter sich gegenseitig anecken, beide haben diverse Ansichten und Ideale.

    Knuff?
    Patric

  17. joa es darf jeder seine Meinung sagen und ich ja auch kritik und andere Meinungen grundsätzlich gelten (siehe der homophob da beim heilungspost) – Aber dass du Rückschlüsse über meinen Charakter aufgrund des Betriebssystems meines Computers machst, das hat mich schwer getroffen. Wenn es nämlich einen MacUser gibt, der seinem computer nicht bis in den tod huldigt, dann bin ich das – und ich habe selbst damit probleme. Ich muss mir nämlich ANDAUERND solche Sprüche anhören, und wenn ich jemandem erzähle, ich hätte da oder dort einen bug, dann wird drauf rumgehackt. „Jaja, musst eben nicht einen Mac benutzen“, feicht es mich dann an. Dass aus diesen Mündern nur der Neid fliesst, weil mein System trotz der paar bugs immer noch näher an der perfektion ist, als ihres, ist mir schon klar, aber trifft mich trotzdem immer – da es in jedem fall ein Angriff auf mich persönlich und nicht auf meinen computer ist.

    … vielleicht verstehst du, warum ich darauf so gereizt reagierte.

    wir sind da beide zu sehr festgefahren und werden auch nicht auf einen nenner kommen, deshalb am besten das Thema begraben und beim Knuff bleiben.

    danke übrigens für die restlichen, netten Worte 🙂

    Knuff!
    Pfoffie

  18. Hehe, ja, Macuser muss ich immer ein bisschen sticheln 😉 Da war mal einer, der erklärte mir eine halbe Stunde lang warum Mac so geil ist und dass es Grafisch einfach ultimativ ist und er es verwende, weil sein Grafiker im Restaurant jeweils die Tagesmenükarten damit entwirft und es so toll ist… Als ich reinschaute wie er die Karte erstellte: Mit MS Powerpoint für Mac.

    Da gibt es halt viele Macuser die ich gerne foppe deswegen 😉 Aber auch alle anderen… Sobald jemand von Microsoft schwärmt, ficke ich ihn. Sobald jemand behauptet, Linux sei das Sicherste, dann foppe ich gleich mal los.

    Ist halt immer eine individuelle Angelegenheit für individuelle Menschen. Ich habe mit meinem Windows wahrscheinlich genau so wenig Abstürze wie Du mit Deinem Mac. Da draussen gibt es aber Bastler, die bringen alle Systeme zum Abkacken, egal was drauf ist – Meine Sprüche richten sich im Allgemeinen an solche Noobs, die sich mit der Zeit zu Dummies weiterentwickeln und nur die kleine Ausnahme den Ausbruch fertig bringt. Ist ja auch gut für unser Geschäft, dass dies so ist – Da stimmst Du sicher überein 😉

    Ich foppe alle Betriebs(und)systeme Fanatiker gerne – Darf ich auch, ich habe alle drei (wobei ich bei Linux erwähnen muss, dass ich auf der Debianschiene fahre) im Einsatz und erkenne bei allen Vor- und Nachteile.

    Was ich sagen will: Nimms nicht persönlich, ich bin Provokateur und Fopper, aber ständig mit einem Lächeln. Mich kann man immer nur halb so ernst nehmen wie ich tue, dann klappt es auch mit dem Nachbarn 😉

    Jawoll, begraben wir das Ganze, giessen ein bisschen Wasser darüber und warten bis was daraus wächst – Vielleicht der erste Open Source Zitronenbaum, wo man Open Source Limonade herstellen kann? Das Open Source Cola gibt es ja schon:
    http://www.open-cola.de/

    In dem Sinne Prost und Knuff, egal ob OS-Cola oder Coca Cola, auf Deinen erfolgreichen und von mir sehr gerne gelesenen und geschätzten Blog!

    Patric

  19. hahaaa… naaa gut, dir sei vergeben 😛 bzw. ich nehm’s zurück oder so…
    Wenn wir von noobs sprechen: Ich kenn da jemanden, der schafft es nie, dass eine Windows-installation bei ihm länger als ein halbes jahr durchhält. Dieser jemand heisst Pfoff 🙂 und das ist auch immer mein offizieller grund, warum ich zu mac os gewechselt habe (im privaten zumindest) – da dieses system einfach immuner ist, gegen meinen mentalen technovirus (oder so) .. wahrscheinlich gehöre ich zu den heroes und habe die heldenkraft, windows-system zum kollabieren zu bringen (das ist immer noch besser, als sich in den zwillingsbruder verwandeln zu können, der genau so aussieht, wie man selbst)

    aber jo, ne open-cola tönt super 🙂

    aauuuuf baaald und danke für’s ausführliche schreiben und lesen 🙂

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