Poesie non-sense – 1

Nachfolgend… seltsame Poesie von … mir 🙂
Es nennt sich „Mein Namen an der Wand“

Ich schreibe meinen Namen an die Wand
In einem weit entfernten Land
In einem Gang voller Dunkelheit
seh‘ ich überhaupt nicht weit
Nur an die wand, ganz kalt
an welch‘ ich meinen namen gemalt
Weit entfernt erscheint ein Licht
Es blendet mich direkt ins Gesicht
So nimmt es mir die perfekte sicht
auf die unendlichkeit des Nichts

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28 Kommentare

  1. ohne jetzt diese Unterredung stören zu wollen 😉
    Naa, also none-sensig find i des aa ned.

    Die Zeilen „Nur an die wand, ganz kalt
    an welch’ ich meinen namen gemalt“
    erinnern mich ein bissl an ein Gedicht von Loriot 😉

  2. Ich kenn keine Gedichte von Loriot…. hehehe

    und ich hab das Gefühl, dass dieser „ChatThread“ mit André hier abgeschlossen war hihi, also hast du nicht gestört 🙂 hihi

  3. Du kennst keine Gedichte von ihm? Wenn auch nict zur Jahreszeit passend (obwohl es draussen schon verdächtig danach ausschaut) – Bitteschön: 😉

    (vor allem die Sprachmelodie und der Rhytmus haben mich daran erinnert)

    Advent von Loriot

    Es blaut die Nacht. Die Sternlein blinken.
    Schneeflöcklein leise niedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel
    häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.

    Und dort, vom Fenster her durchbricht
    den dunklen Tann‘ ein warmes Licht.
    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
    die Försterin im Herrenzimmer.

    In dieser wunderschönen Nacht
    hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei der Heimespflege
    seit langer Zeit schon sehr im Wege.

    So kam sie mit sich überein:
    Am Nicklausabend muß es sein.
    Und als das Rehlein ging zur Ruh‘,
    das Häslein tat die Augen zu,

    Erlegte sie – direkt von vor’n
    – den Gatten über Kimm‘ und Korn.
    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
    zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase.

    Und ruhet weiter süß im Dunkeln,
    Derweil die Sternlein traulich funkeln.
    Und in der guten Stube drinnen,
    da läuft des Försters Blut von hinnen.

    Nun muß die Försterin sich eilen,
    den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie bis auf die Knochen
    nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.

    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
    – was der Gemahl bisher vermied –
    Behält ein Teil Filet zurück,
    als festtägliches Bratenstück.

    Und packt zum Schluß – es geht auf vier –
    die Reste in Geschenkpapier.
    Da dröhnt’s von fern wie Silberschellen.
    Im Dorfe hört man Hunde bellen.

    Wer ist’s, der in so tiefer Nacht
    im Schnee noch seine Runde macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldenem Schlitten
    auf einem Hirsch herangeritten!

    »Heh, gute Frau, habt ihr noch Sachen,
    die armen Menschen Freude machen?«
    Des Försters Haus ist tief verschneit,
    doch seine Frau steht schon bereit:

    »Die sechs Pakete, heil’ger Mann,
    ’s ist alles, was ich geben kann!«
    Die Silberschellen klingen leise.
    Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.

    Im Försterhaus die Kerze brennt.
    Ein Sternlein blinkt: Es ist Advent.

  4. Loriot ist in Sachen deutschsprachiger Humor unerreicht! Den MUSS man nicht nur kennen, den muss man studiert haben. Meisterstücke sind das! Was habe ich „Advent“ als Kind schon geliebt…!

  5. Oh.. ich hoffe ich fall beim André jetzt nicht in missgunst…
    ich bin wohl eben nicht so intellektuell wie ihr zwei…

  6. jajaa Pfoffie.. :p

    🙂

    Hier noch ein Gedicht Loriots, daß eigentlich noch bedeutender, um nicht zu sagen DAS bedeutendste Gedicht der Gegenwartsliteratur ist:

    Melusine

    Krawel! Krawel!
    Taubtrüber Ginst am Musenhain;
    Trübtauber Hain am Musenginst.
    Krawel! Krawel!

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